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Studie: Car-Sharing setzt Autoverkauf zu

| Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

Neue Mobilitätskonzepte stoßen bei Verbrauchern auf großes Interesse: Jeder dritte Autofahrer kann sich Carsharing vorstellen. Dem Autoverkauf drohen entsprechende Einbußen.

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Car-Sharing findet immer mehr Anhänger.
Car-Sharing findet immer mehr Anhänger.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Interesse an neuen Mobilitätskonzepten ist vorhanden: Car-Sharing beispielsweise kann sich inzwischen jeder dritte Deutsche vorstellen. Dies geht aus einer Studie der Nürnberger Marktforschung Puls hervor, die dafür 1.000 Autokäufer befragt hat.

Das Interesse an der Kurzzeitmiete birgt auf der anderen Seite Gefahren für das Kerngeschäft der Automobilhersteller: Satte 63 Prozent der Interessenten sehen im Car-Sharing eine Alternative zum klassischen Autokauf.

Um die Potenziale auszuschöpfen, ist Marketing angesagt: 81 Prozent der Deutschen können aktuell keinen Car-Sharing-Anbieter nennen. Den höchsten Bekanntheitsgrad erreicht noch die Bahn mit 5,3 Prozent für DB Car-Sharing, gefolgt von Mercedes mit zwei Prozent für Car-2-Go.

Car-Sharing als Alternative positionieren

Um die Kannibalisierung des Fahrzeugverkaufs zu vermeiden, sollten Automobilhersteller und Händler laut Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner Carsharing von Beginn an gezielt als clevere Alternative für diejenigen positionieren, die sich ansonsten kein eigenes Auto anschaffen würden. Darüber hinaus könne Car-Sharing als Marketinginstrument eingesetzt werden, um potenzielle Kunden frühzeitig in Kontakt mit neuen Fahrzeugmodellen wie Elektroautos zu bringen.

Für die Verweigerer des gemeinsamen Autos ist vor allem der Wunsch, ein eigenes Auto zu besitzen, ausschlaggebend (28 Prozent). Jeweils jeder Achte sieht sich in der Spontaneität und Unabhängigkeit eingeschränkt oder braucht sein Auto täglich.

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