Suchen

Studie: Defizite im Gebrauchtwagenhandel

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ berichtet über eine Studie, die kein gutes Licht auf die Gebrauchtwagenverkäufer der deutschen Markenautohäuser wirft. Vor allem im Umgang mit den Kunden offenbaren sich deutliche Schwächen.

Firmen zum Thema

(Foto: Archiv)

Die deutschen Markenhändler gehen mit Gebrauchtwagenkunden nachlässig um. Obwohl nahezu alle großen Marken Gebrauchtwagenprogramme anbieten, lässt der professionelle Umgang mit den Kunden oftmals zu wünschen übrig. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Concertare hervor, über die die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ berichtet (Ausgabe 16 vom 12. Juli 2012).

Für die Untersuchung besuchten Tester insgesamt mehr als 700 Autohäuser. Jede Marke wurde mit 30 bis 50 Tests überprüft. Die Bewertungsergebnisse wurden auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent ausgewiesen. Dabei gelten 91 bis 100 Prozent als sehr zufriedenstellen, 71 bis 90 Prozent als zufriedenstellen, 51 bis 70 Prozent als weniger zufriedenstellend und 0 bis 50 Prozent als nicht zufriedenstellend.

Die Studie bemängelt, dass im Gesamtergebnis keine Marke ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen kann. Unter den 19 getesteten Marken schnitten die Mercedes-Autohäuser mit 69 Prozent am besten ab. Auf Rang zwei landete Audi mit 67 Prozent gefolgt von Lexus mit 66 Prozent. Den letzten Platz im Markenranking teilen sich Alfa Romeo und Citroën (59 Prozent). Nur knapp davor landeten Peugeot und Opel (60 Prozent).

Viele Verkäufer gingen nicht auf die Bedürfnisse der Kundschaft ein und fertigten sie fast schon unhöflich ab, schreibt „Auto Motor und Sport“. Bereits die Bedarfsanalyse sei oft oberflächlich. Hier erreichte Seat mit 65 Prozent noch das beste Ergebnis, Citroën landete mit 50 Prozent ganz hinten.

Auch mit der Verkaufsargumentation waren die Tester nicht zufrieden. Vor allem die Vorteile der Gebrauchtwagenprogramme sprachen dem Bericht zufolge die wenigsten an. Die Bandbreite der Ergebnisse war hier noch größer und lag zwischen 67 Prozent (Mercedes) und 34 Prozent (Opel).

(ID:34603010)