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Studie: Defizite im Gebrauchtwagenhandel

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Deutlich schlechter schnitten die Betriebe bei der Nachverfolgung ab. Wer das Autohaus ohne Kaufvertrag verlässt, ist für die meisten Verkäufer offenbar nicht mehr interessant. Bei diesem Bewertungskriterium schafften nur zwei Fabrikate mehr als 30 Prozent: Lexus (35) und Audi (31). Schlusslicht war hier Opel mit lediglich neun Prozent.

Gut schnitten die Betriebe hingegen mit durchschnittlich 81 Prozent bei der Präsentation der Autos ab. Auch beim Thema Probefahrten haben die Autohäuser ihre Hausaufgaben gemacht. In den meisten Fällen boten sie dem Kunden an, das Wunschauto zu testen. Im Schnitt schafften es die Betriebe auf 77 Punkte. Was im Neuwagenbereich oft bemängelt wird, funktioniert also bei den Gebrauchtwagen offenbar besser.

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt ist derzeit agiler als der Neuwagenmarkt. Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnete des Kraftfahrt-Bundesamt 3,48 Millionen Besitzumschreibungen. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent, während die Neuzulassungen nur um 0,7 Prozent wuchsen (zu den Datenbanken).

Allerdings gerät die Rendite im Gebrauchtwagengeschäft mehr und mehr durch sinkende Restwerte und höhere Standzeiten unter Druck. Die schwache Privatkundennachfrage auf dem Neuwagenmarkt sorgt für eine hohe Zahl an Eigenzulassungen von Herstellern und Handel, die dann als junge Gebrauchte auf den Markt kommen und auf die Preise drücken.

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