Studie: E-Auto-Kaufprämie weckt Interesse

Drei Prozent wollen Prämie auf jeden Fall in Anspruch nehmen

| Autor: Timo Schulz

(Foto: gemeinfrei)

Die Zeichen deuten auf einen Erfolg der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge hin: Fast zwei Drittel (63 %) der Deutschen, die am Entscheidungsprozess beim Autokauf beteiligt sind, zeigen sich generell offen gegenüber Elektrofahrzeugen. In dieser Gruppe denken 38 Prozent aufgrund der Einführung der Kaufprämie stärker über den Kauf eines Autos mit elektrischem Antrieb nach.

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine aktive Nachfrage der Prämie ist dabei schon erfüllt: Eine deutliche Mehrheit (85 %) der am Kauf eines E-Autos interessierten Entscheider weiß um die staatliche Förderung. Weiterhin haben drei Prozent der interessierten Autokäufer bereits entschieden, die Prämie auf jeden Fall in Anspruch zu nehmen. 89 Prozent der Befragten ist es dabei wichtig, dass an stark frequentierten Plätzen Ladesäulen installiert werden.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Yougov in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke-Kooperation Trianel Mitte Mai unter rund 2.000 Teilnehmern durchgeführt hat.

„Damit die Prämie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, muss diese nun schnell und ohne bürokratische Hürden zu erhalten sein“, sagt Werner Grimmer, Team Manager Custom Research bei Yougov. „Die in der nächsten Zeit gemachten Erfahrungen der Verbraucher werden einen großen Einfluss auf die weitere Entwicklung und das Marktpotenzial der E-Mobility in Deutschland haben“, so Grimmer weiter.

Das Interesse an der Kaufprämie bestätigt auch der Neuwagenvermittler Meinauto.de. Die Ankündigung der Bundesregierung, eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge einzuführen, hat demnach unmittelbar zu einem Anstieg der Nachfrage geführt.

Um mehr als das Fünffache sei die Nachfrage nach Elektroautos und Hybridmodellen innerhalb der ersten zwei Mai-Wochen über das Internet angestiegen. Das Nachfrageverhältnis zwischen den Antriebsarten lag 2015 vor dem VW-Diesel-Skandal bei 56,23 Prozent für Benziner und 42,5 Prozent für den Diesel. Verschwindend gering war die Nachfrage mit 0,68 Prozent nach Stromern und Hybriden. Innerhalb kürzester Zeit stieg der Anteil der Elektro- und Hybridmodelle jetzt auf 3,66 Prozent. Dies entspricht einer Verfünffachung der Nachfrage.

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