Studie: GW-Händler sehen Geschäftsklima stabil

Redakteur: Gerd Steiler

Laut einer aktuellen Umfrage rechnen fast 40 Prozent der deutschen Gebrauchtwagenhändler für die erste Jahreshälfte mit einem ähnlichen Geschäftsniveau wie im Vorjahr.

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(Quelle: Puls/Autoscout 24)

Die Stimmung bei den deutschen Gebrauchtwagenhändlern ist weiterhin stabil. Für die erste Jahreshälfte 2013 erwarten zwar 24,4 Prozent der Händler einen Rückgang des Geschäfts gegenüber 2012. Aber immerhin 22,2 Prozent glauben, dass sich ihr Geschäft positiv entwickeln wird. Von einem gleichbleibenden Status gehen 39,6 Prozent der Befragten aus. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Händlerbefragung des Nürnberger Marktforschungsinstituts Puls im Auftrag des Online-Portals Autoscout 24.

Dabei laufen die Prognosen der freien Händler stärker auseinander als die Erwartungen der Markenhändler: So gehen der Umfrage zufolge 23,3 Prozent der freien Händler von einem besseren Geschäft aus – bei den Markenhändlern sind dies nur 21,1 Prozent. Gleichzeitig glauben aber auch 25,3 Prozent der freien Händler, dass sie in der ersten Jahreshälfte mit geringerer Nachfrage rechnen müssen. Bei den Markenhändlern tun dies lediglich 23,5 Prozent.

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Überbestand 2012 größer als im Jahr zuvor

Die verhaltenen Erwartungen der Händler haben ihren Ursprung offenbar in der problematischen Marktentwicklung des Jahres 2012. So gab es im vergangenen Jahr gegenüber 2011 einen deutlichen Überbestand an Fahrzeugen. Der Studie zufolge meldeten 11 Prozent der Befragten einen Überbestand – 2011 waren es nur 5,8 Prozent. Einen Normalbestand verzeichneten 65,6 Prozent der Befragten gegenüber 57,5 Prozent im Jahr davor. Weniger als ein Viertel der Befragten (23,4 Prozent) stellt für 2012 einen Unterbestand an Fahrzeugen fest. 2011 waren es noch 36,6 Prozent.

Besonders stark betroffen vom Überbestand waren 2012 die Markenhändler mit einer Quote von 13,5 Prozent. Bei den freien Händlern lag diese mit 8,4 Prozent deutlich niedriger. Auch der Unterbestand ist bei den freien Händlern weit stärker ausgeprägt: Fast jeder dritte befragte freie Händler (30,1 Prozent) hat weniger Fahrzeuge im Angebot als nachgefragt werden, bei den Markenhändlern trifft dies nur auf 16,7 Prozent zu.

Standzeiten haben sich geringfügig erhöht

Für 2012 vermeldeten 28,2 Prozent der Umfrageteilnehmer längere Standzeiten als im Vorjahr. Bei den Markenhändlern waren es 28,3 Prozent, bei den freien Händlern 28,1 Prozent. Geringere Standzeiten als noch 2011 gab es bei 26,2 Prozent der befragten Händler. Bei Markenhändlern waren es 27,5 Prozent, bei freien Händlern 24,9 Prozent. Insgesamt 38,6 Prozent der befragten Händler sahen keine Veränderungen bei den Standzeiten.

Zudem wurden die Händler danach gefragt, wie hoch bei ihnen der Anteil der in Zahlung genommenen Fahrzeuge an Wiederverkäufer ist. Ergebnis der Umfrage: Im Durchschnitt wird etwa jedes vierte in Zahlung genommene Auto (25,8 Prozent) an Wiederverkäufer abgegeben. Dabei zeigte sich, dass die Quote der an Wiederverkäufer weitergereichten Autos bei Markenhändlern (27,1 Prozent) etwas höher liegt als bei freien Händlern (24,6 Prozent).

Im Rahmen der Studie interviewte Puls im Auftrag von Autoscout 24 deutschlandweit 251 Vertragshändler und 249 Freie.

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