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Studie: Noch Potenzial im Oldtimergeschäft

| Redakteur: Andreas Wehner

Der Handel mit Klassikern läuft einer Puls-Untersuchung zufolge zu einem großen Teil an den Autohäusern vorbei. Dabei können sich Oldtimerhändler eine gut verdienende Klientel in den Betrieb holen.

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Oldtimer sind besonders bei Besserverdienern beliebt.
Oldtimer sind besonders bei Besserverdienern beliebt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Geschäft mit Oldtimern läuft zu einem großen Teil am Automobilhandel vorbei. Laut einer Befragung der Puls Marktforschung werden lediglich sieben Prozent der Oldtimer-Käufer durch Händler auf ihren Klassiker aufmerksam. Der Großteil der Fahrzeugvermittlungen laufe über Freunde und Bekannte (37 Prozent) sowie über Internetportale (26 Prozent), heißt es in der Untersuchung.

Aktuell besitzen der Umfrage zufolge vier Prozent der deutschen Autofahrer einen Klassiker, sechs Prozent wollen sich einen zulegen. Darüber hinaus halten 17 Prozent der deutschen Autofahrer einen Oldtimer in der jetzigen wirtschaftlichen Lage für eine bessere Wertanlage als die gängigen Finanzprodukte. Besonders sensibilisiert für Oldtimer als Wertanlage sind Männer und Jüngere.

Am weitesten verbreitet ist der Oldtimerbesitz zudem in der Gruppe der so genannten Besserverdiener: 8,5 Prozent der Deutschen mit einem Einkommen über 4.000 Euro nennen einen Klassiker ihr Eigen.

„Clevere Automobilhändler könnten sich durch den Einstieg in diesen Wachstumsmarkt die interessante Zielgruppe der Besserverdienenden ins Haus holen“ kommentiert Puls-Chef Konrad Weßner die Ergebnisse. Vor allem Marken mit Klassikern in der Historie biete das Oldtimer-Geschäft Profilierungschancen. Von daher sei es kein Zufall, dass ein Mercedes bei Oldtimer-Interessenten ganz oben auf der Wunschliste stehe.

Die Marke mit dem Stern ist unter Autofahrern, die einen Oldtimerkauf planen, am beliebtesten. Es folgen Ford, Opel und Volkswagen.

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