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Studie: Prämie kein entscheidender Kaufgrund für E-Autos

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Mit verdoppelten Subventionen will der Staat die Elektromobilität in Deutschland weiter anschieben. Laut einer Studie ist jenes Mittel für den Erfolg von E-Modellen aber vergleichsweise unbedeutend. Stattdessen käme es potenziellen Kunden beim Kauf auf andere Faktoren an.

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Kilometerkosten und Umweltaspekte sind E-Auto-Interessenten laut PwC besonders wichtig.
Kilometerkosten und Umweltaspekte sind E-Auto-Interessenten laut PwC besonders wichtig.
(Bild: Opel)

Wer in Deutschland ein E-Auto kauft, dem ist einer Studie zufolge eine Kaufprämie weniger wichtig. Ausschlaggebend waren laut der Befragung von gut 1.000 Menschen in Deutschland dagegen die Kilometerkosten der Elektroautos und Umweltaspekte. „Nur acht Prozent der potenziellen deutschen E-Auto-Käufer geben an, dass staatliche Förderungen ihre Kaufentscheidung massiv beeinflussen“, teilte die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) mit, die die Studie von ihrer globalen Strategieberatung erstellen ließ.

Auffällig ist demnach auch, dass Hersteller die Einflüsse auf die Kaufentscheidung ihrer Kunden falsch einschätzen. Auf die Frage, welche Faktoren die Kunden hauptsächlich zum Kauf bewegen, fiel die Antwort unter den 13 befragten Herstellern am häufigsten auf Zugang zu Umweltzonen in Stadtzentren und das Fahrerlebnis. Die ambitionierten Verkaufsziele für E-Autos seien nur zu erreichen, wenn es zu einer Veränderung in der Kundenansprache käme, schlussfolgern die PwC-Experten.

Die Bundesregierung hat zur Ankurbelung der Wirtschaft in der Corona-Krise ein milliardenschweres Konjunkturpaket beschlossen. Teil dessen ist eine deutlich höhere Prämie für Elektroautos und eine Senkung der Mehrwertsteuer. Vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 soll der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und für den ermäßigten Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt werden, wie aus einem Beschlusspapier hervorgeht.

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