Suchen

Studie: Vorfreude auf autonomes Fahren steigt

| Autor: Christoph Baeuchle

Zwar sind die Gefühle gemischt, wenn Verbraucher an selbstfahrende Autos denken, aber unterm Strich sind sie deutlich positiv. Laut einer Studie freuen sich in Deutschland zwei Drittel der befragten Verbraucher auf autonome Fahrzeuge.

Firma zum Thema

Keine Scheu vor neuer Technologie: Verbraucher verbinden mit autonomen Fahrzeugen vorwiegend positive Assoziationen.
Keine Scheu vor neuer Technologie: Verbraucher verbinden mit autonomen Fahrzeugen vorwiegend positive Assoziationen.
(Bild: Daimler)

Autonome Fahrzeuge scheinen bei den Verbrauchern gut anzukommen. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) aller weltweit befragten Verbraucher und knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Konsumenten in Deutschland blicken mit Vorfreude auf das Thema autonomes Fahren.

Dies geht aus der Studie „The Autonomous Car. A Consumer Perspective“ hervor, für die das Capgemini Research Institute Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, den USA und China befragte. Insgesamt sprachen die Forscher mit mehr als 5.500 Verbrauchern, etwa jeder sechste davon kam aus Deutschland. Zudem führten die Forscher mit 280 Experten aus der Automobilbranche Interviews.

Die Verbraucher sind allerdings noch etwas zögerlich, wenn es darum geht, einzusteigen: Derzeit kann sich jeder Vierte vorstellen, sich in den nächsten zwölf Monaten in einem selbstfahrenden Auto fortzubewegen. In Deutschland zeigten sich die Befragten vergleichsweise noch vorsichtiger – hierzulande würden zum jetzigen Zeitpunkt nur 17 Prozent der Befragten in ein autonomes Fahrzeug einsteigen.

Ein Grund für die Vorsicht dürfte sein, dass die Verbraucher selbstfahrenden Autos gegenüber durchaus gemischte Gefühle haben. Kritisch stufen sie vor allem das Thema Sicherheit ein – insbesondere die Sicherheit des Fahrzeugs (73 %) und die Sicherheit des Systems (72 %). Zudem sind die Befürchtungen groß, dass autonome Fahrzeuge bei plötzlich auftretenden Zwischenfällen falsch reagieren könnten (71 %).

Die meisten Verbraucher sind dafür durchaus bereit, sich ein autonomes Fahrzeug etwas kosten zu lassen. Mehr als jeder Zweite (56 %) würde einen Zuschlag von bis zu 20 Prozent auf ein Standardmodell akzeptieren. Knapp jeder Vierte (17 %) würde sogar bis zu 40 Prozent drauflegen. Nur ein Viertel ist nicht bereit, für ein autonomes Fahrzeug mehr zu bezahlen.

„Automobilunternehmen müssen die Erwartungen und Ängste ihrer künftigen Kunden berücksichtigen, wenn sie autonome Fahrzeuge auf den Markt bringen. Statt einer starken Produktorientierung sollten sie verstärkt Services und die Bedürfnisse der Kunden in den Vordergrund stellen“, rät Capgemini-Experte Rainer Mehl.

(ID:45909194)