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Stundenverrechnungssätze: Für zwei Euro mehr

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Es ist ein Dilemma: Versicherungen und Schadensteuerer müssen sparen, Werkstätten müssen Geld verdienen. Derzeit halten die Stundenverrechnungssätze nicht mehr mit den steigenden Kosten mit. Dabei wäre Abhilfe so einfach.

Laut Unternehmensberater Stefan Höslinger würden auskömmliche Stundensätze für gesteuerte Schäden den Versicherungskunden nur marginal belasten.
Laut Unternehmensberater Stefan Höslinger würden auskömmliche Stundensätze für gesteuerte Schäden den Versicherungskunden nur marginal belasten.
(Bild: © corepics - stock.adobe.com)

Reparaturbetriebe brauchen Renditen, um in Equipment und Know-how investieren zu können. Doch der Sparzwang der Versicherungen führt dazu, dass sie die mit den Partnerbetrieben vereinbarten Stundensätze bei Kaskoreparaturen auch im Haftpflichtfall anwenden. Oder sie drängen auf sogenannte ortsübliche Verrechnungssätze, beispielsweise den Dekra-Stundenverrechnungssatz. Dieser wird gemittelt aus den Verrechnungssätzen der Schadengutachten, die Dekra in der entsprechenden Region angefertigt hat.

Klar, dass dies nicht der richtige Verrechnungssatz ist, wenn man die Einzelsituation eines Betriebs betrachtet. So erklärte Bernd Grünninger von der Dekra Automobil GmbH im Rahmen der Würzburger Karosserie- und Schadenstage, dass der Dekra-Stundenverrechnungssatz eigentlich immer falsch sei. Der ausgewiesene Wert für die Region sei ein Mittelwert, der lediglich zur Orientierung dienen, aber nicht die spezifischen Umstände einer Werkstatt berücksichtigen könne.