Stuttgarter finden Fahrverbote mehrheitlich gut

Repräsentative Umfrage in Stadt und Land

| Autor: Andreas Grimm

Das Vekerhsministerium will eine Grundlage für Mini-Fahrverbote schaffen.
Das Vekerhsministerium will eine Grundlage für Mini-Fahrverbote schaffen. (Bild: DUH)

Für betroffene Dieselfahrer und Kfz-Betriebe sind Fahrverbote mehr als ärgerlich, finanziell können sie zum Problem werden. Entsprechend deutlich sind die Proteste. Doch die politischen Entscheidungsträger müssen letztlich die Stimmung der Gesamtbevölkerung im Blick haben – und die findet die Fahrverbote gar nicht so schlecht. Zumindest nicht in Stuttgart selbst, wie eine repräsentative Umfrage der „Stuttgarter Zeitung“ und des „SWR“ ergeben hat.

Demnach halten 55 Prozent der Stuttgarter das Fahrverbot, das Anfang 2019 in Kraft treten wird, grundsätzlich für richtig, 43 Prozent tun das nicht. Mit wachsendem Abstand von Stuttgart und damit mit sinkender persönlicher Betroffenheit, sinkt auch die Zustimmung kurioserweise. Landesweit geht ein Fahrverbot für 50 Prozent der Befragten in die falsche Richtung, 46 Prozent sehen das anders.

Diese Diesel erfüllen bereits die Euro-6d-Temp-Norm

Weniger verwundert da schon die Verteilung von Zustimmung und Ablehnung Fahrverboten gemessen an den parteilichen Präferenzen. Besonders die Anhänger von Grünen und Linken (jeweils 60 %) und SPD (51 %) sind mehrheitlich für Fahrverbote. In den Lagern von CDU (54 %), FDP (57 %) und AfD (76 %) überwiegt die Ablehnung.

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