Subaru-Partner monieren lange Lieferzeiten

Redakteur: Vera Scheid

2012 ist bislang ein gutes Jahr für Subaru – deshalb bleibt es beim Zulassungsziel 10.000 Einheiten. Doch bis zu neun Monate Lieferzeit für einige Modelle trüben die Stimmung der Subaru-Händler.

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(Archiv: Vogel Business Media)

„Die Liefersituation einiger Modellreihen ist nicht zufriedenstellend. Und das können wir uns in einem rückläufigen Markt nicht leisten“, erklärte Thomas Knauber, Vorsitzender des Subaru-Händlerbeirats, in der Jahresversammlung des Verbands am vergangenen Wochenende in Würzburg. Die Liefersituation beim SUV XV habe sich zwar größtenteils entspannt. Neun Monate Wartezeit für den BRZ würden die Kunden aber nicht hinnehmen und zum Schwestermodell der Konkurrenz greifen, welches schneller verfügbar sei, so der Vorsitzende.

Zudem seien bislang nur rund 80 Fahrzeuge an die Händler ausgeliefert worden: „Ohne Vorführwagen können die Subaru-Partner die Fahrzeuge auch nicht verkaufen. Deshalb setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass die Händler mehr Fahrzeuge bekommen.“ Subaru-Vertriebsleiter Ingo Harbodt kündigte allerdings erst für Januar eine Entspannung der Liefersituation an.

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Problematisch sieht der Händlerbeirat außerdem die Angebote der Fahrzeugvermittler im Internet. Die im Netz gewährten Rabatte könne ein Händler vor Ort nicht darstellen. Knauber appellierte deshalb an die kaufmännische Vernunft der Partner, die ihre Fahrzeuge im Internet „verschleudern“: „Mittelfristig schaufeln wir uns mit diesen Internetgeschäften unser eigenes Grab.“

Aftersales-Geschäft läuft gut

Positives hatte Knauber aus dem Aftersales-Bereich zu verkünden, der sich sehr gut entwickle. Dennoch wies er auf die Herausforderungen hin, die künftig auf diesen Bereich zukommen würden: Sinkende Zulassungszahlen wirkten sich negativ auf die Werkstattauslastung aus. Knauber: „Deshalb mache ich mir Sorgen um einzelne Subaru-Partner.“ Um langfristig am Markt bestehen zu können, rät der Vorsitzende zu mehr regionalen Kooperationen.

Konstruktive Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit dem Importeur sei laut Knauber sehr konstruktiv. Vor allem die Entwicklungen im Bereich Marketing, die der Subaru-Deutschland-Geschäftsführer Volker Dannath seit seinem Amtsantritt 2011 vorangetrieben habe, entsprächen den Wünschen der Händler: „Er hat dafür gesorgt, dass Subaru in den Medien wieder präsenter ist und die Kunden auf unsere Modelle aufmerksam werden.“

Gerade deshalb hält Dannath am Zulassungsziel für 2012 fest: 10.000 Neuzulassungen seien ein durchaus erreichbares Ziel, ist er sich sicher. Bis 2015 will es der Importeur auf 18.000 Fahrzeuge auf dem deutschen Markt bringen.

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