SUV-Boom beschert Seat starkes Absatzplus

Deutschland bleibt wichtigster Markt des Fabrikats

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Achter)

Seat hat seine Position auf dem Automobil-Weltmarkt im vergangenen Jahr nochmals deutlich ausgebaut. Laut einer Mitteilung des Herstellers kletterte der weltweite Absatz um 14,6 Prozent auf 468.400 Fahrzeuge. Es ist der höchste Absatz seit dem Jahr 2001. Die Bilanzzahlen für das Gesamtjahr liegen jedoch noch nicht vor.

In den ersten neun Monaten 2018 hatte sich der Betriebsgewinn aber bereits um 12,3 Prozent auf 154 Millionen Euro erhöht. Angesichts der anziehenden Verkaufszahlen wird die Ergebnistendenz im letzten Quartal unverändert geblieben sein.

Einen großen Anteil am Aufschwung der Spanier hat weiterhin Deutschland, nach Einheiten ist die Bundesrepublik der wichtigste Markt für die Marke. Hierzulande übersprang das Fabrikat problemlos die Marke von 100.000 Neuzulassungen. 108.203 Erstanmeldungen entsprechen einem für Deutschland überdurchschnittlichen Absatzplus von 11 Prozent im Vergleich zu 2016. Entsprechend zufrieden hatte sich Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Bauer schon vor einigen Tagen geäußert. Möglich gemacht habe dies „das enorme Engagement der Händler vor Ort“.

Einen noch größeren Schritt nach vorn schaffte Seat auf dem Heimatmarkt Spanien. 95.100 verkaufte Fahrzeuge bedeuten dort ein Absatzplus von gut 23 Prozent. Ebenfalls deutlich im Plus ist Seat in Großbritannien, wo 56.200 Einheiten verkauft wurden (+18,3 %). Die nächstgrößeren Märkte legten zu, wobei Mexiko (24.700 Fahrzeuge; +0,7 %) deutlich schwierigere Marktbedingungen hatte als Frankreich (24.200 Fahrzeuge; +15,6 %).

Für den steigenden Absatz sind viele Faktoren verantwortlich. Neben der allgemein guten Autokonjunktur in Europa, dem weit überwiegenden Absatzmarkt der Spanier und dem Ausbau des Händlernetzes, nicht zuletzt in Deutschland, kommt das überarbeitete und erweiterte Modellangebot zum Tragen. 2016 begann die Produktoffensive mit dem ersten Seat-SUV Ateca, es folgten 2017 das Leon-Facelift, die fünfte Generation des Ibiza und schließlich der Verkaufsstart des zweiten SUV Arona.

Letzterer gibt Gesamtvertriebschef Wayne Griffiths denn auch Anlass, „dem diesjährigen Ergebnis mit großem Optimismus entgegenzusehen“. Man sei auf dem Weg, „die Absatzzahlen noch weiter zu steigern“. Zudem wird Seat im laufenden Jahr noch den dritten SUV mit 7 Sitzplätzen einführen und damit weiter im Gespräch bleiben.

Angesichts des SUV-Booms wird die Komplettierung des Angebots dem Fabrikat weitere Käufergruppen erschließen, wie es der Ateca getan hat. Er verkaufte sich 2017, dem ersten vollen Verkaufsjahr, 78.700 Mal. Daneben kletterten auch die Verkäufe der etablierten Absatzsäulen. Den Leon orderten 170.000 Kunden (+2,9 %), der Alhambra verkaufte sich 31.200 Mal (+1,7 %) und der Ibiza 152.300 Mal (+0,6 %). Aus diesen Wachstumsraten wird aber zugleich klar, dass der Schub für das Fabrikat eindeutig den SUV-Modellen zu verdanken ist.

Seat Alhambra: Auffrischung für Familien- und Taxikutsche

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