Fahrbericht BMW iX

SUV der Zukunft

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Überragender Federungs- und Geräuschkomfort

Gestartet aber wird noch manuell per Knopf. Dann die kleine Wippe auf D ziehen, und los geht’s. Sanft und nahezu lautlos setzt sich der bayerische Brocken in Bewegung. Doch nach kurzem Tritt aufs Pedal sind alle Vorbehalte an Gewicht und Größe verflogen. Die Dynamik ist beeindruckend. Der iX xDrive50 fühlt sich deutlich leichter an als er ist und fährt sich überaus agil. Federungs- und Geräuschkomfort sind überragend, besonders wenn die Luftfederung ihrer Arbeit nachgeht. Sie gehört allerdings nicht zum Serienumfang. Ebenso wenig wie die mitlenkenden Hinterräder. Sie sind jedoch eine lohnenswerte Investition, denn die Stabilität in Kurven und die Wendigkeit beim Rangieren oder im Parkhaus nehmen spürbar zu.

Reichweite: 630 Kilometer nach WLTP

Das bislang leidige Thema Reichweite kann beim BMW iX xDrive50 getrost ausgeblendet werden. In seinem Boden steckt eine Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 105,2 kWh. Damit sind 630 Kilometer zu schaffen, zumindest der WLTP-Norm nach. So gerüstet, sollten sich nicht nur sämtliche Alltagsanforderungen locker angehen lassen, sondern es dürfte auch das Reisen deutlich angenehmer machen. Zumal die Entwickler viel getan haben, um die Ladezeiten so kurz wie möglich zu halten. Bei aktiver Routenführung und gewähltem Zwischenstopp bringt das Thermomanagement der Batterie die Zellen schon vorab auf eine optimale Temperatur, so dass vor Ort besonders schnell geladen werden kann. Im Bestfall geht dies mit einer Leistung von 200 kW (Gleichstrom). In den ersten zehn Minuten können bis zu 150 Kilometer an neuer Reichweite „nachgetankt“ werden. So zügig hat man nicht einmal seinen heißen Kaffee an der Raststätte ausgetrunken.

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Wer länger lädt, kann sich zwischenzeitlich mit den kleinen Gimmicks beschäftigen, die BMW dem iX mit auf den Weg gegeben hat. Zum Beispiel Podcast hören. Oder mit der Innenraumkamera spielen. Schnappschüsse lassen sich über Sprache, Geste oder per Touch auslösen und über den Scan eines QR Codes im Display mit dem Handy an Freunde schicken. Zudem ist die Kamera nützlich, falls sich mal jemand am iX zu schaffen macht, der dazu keine Berechtigung hat. Die Diebstahlwarnanlage schickt dann eine Nachricht aufs Smartphone des Besitzers. Ein Klick genügt, und man sieht, wer unbefugt hinter dem Lenkrad sitzt.  

Manko: Streaming-Dienst fehlt

Was noch fehlt, wäre ein Streaming-Dienst, wie ihn Tesla anbietet, so dass man während des Ladens Netflix-Filme oder YouTube-Videos schauen kann. Produktmanagerin Carina Gärtner will noch nicht zu viel verraten, aber sie lässt durchsickern, dass es schon bald für den iX etwas Ähnliches nachgereicht wird – als Software-Update „over the air“.

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