SUV-Interessenten sind offen für bessere Ausstattung

Endpreis kann deutlich steigen

| Autor: Andreas Grimm

Zubehör gefällig? Für eine ansprechendere Felge, eine höhere Motorisierung oder eine umfassendere Innenausstattung greifen SUV-Fahrer gerne zur Brieftasche.
Zubehör gefällig? Für eine ansprechendere Felge, eine höhere Motorisierung oder eine umfassendere Innenausstattung greifen SUV-Fahrer gerne zur Brieftasche. (Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

SUV-Interessenten sind besonders offen, in Komfort, Leistung und Zusatzausstattung zu investieren. Oder ihre Wunschwagen sind besonders schlecht ausgestattet. Genau lässt sich dies nicht aus einer Auswertung des Neuwagenvermittlers Carwow ablesen. Interessant ist dennoch, dass dieser Kundenkreis bereit ist, bis zu 58 Prozent mehr für den konfigurierten Neuwagen auszugeben, als der Basispreis ursprünglich versprach.

Ausgewertet hat Carwow die Abweichung für die 20 beliebtesten Modelle, die im Juni auf der Webseite konfiguriert wurden. Berechnet wurde das Ranking wie folgt: Vom Endpreis des konfigurierten Fahrzeugs wird der Listenpreis des Basismodells abgezogen und die entstandene Differenz dann durch den Listenpreis geteilt. Ausgewertet wurden dafür 30.000 Konfigurationen der Carwow-User.

Am spendabelsten geben sich der Auswertung zufolge die Käufer eines Seat Ateca. Im Schnitt geben sie aufgrund der gewählten Extras 58 Prozent mehr aus, als der Listenpreis des Basismodells ausweist. Auch der Hyundai Tucson und der Dacia Duster werden durch die gewählten Konfigurationen 50 Prozent teurer. Insgesamt waren unter den ausgewerteten Modellen nur drei Nicht-SUVs: der VW Golf, der VW Polo und der Skoda Octavia Kombi.

Zu beachten ist, dass der aktuelle SUV-Trend das Ergebnis verzerren kann, da Vertreter dieses Fahrzeugsegments dadurch besonders im Fokus des Interesses stehen. Trotzdem scheinen die Neuwagenkäufer derzeit durchaus bereit zu sein, Geld in die Personalisierung ihres Wagens zu stecken, um ein Auto ganz nach den eigenen Vorstellungen zu erhalten. Je nach Modell können diese Anpassungen ganz schön ins Geld gehen.

In einer zweiten Auswertung hat Carwow Konfigurationen auf Markenebene analysiert. Dabei zeigen sich besonders die Kunden von Importmarken, speziell jener mit einem eher günstigen Image, bereit zu Ausgabenaufschlägen. So werden die Modelle von Mini, Seat und Citroën in der Endrechnung im Schnitt um 42 Prozent teurer. Auch Autos von Toyota (39 %) und Kia (36 %) lassen sich die Käufer einen ordentlichen Mehrpreis kosten. Relativ gebremst wirken die Kunden von BMW (31 % Aufschlag) und Audi (27 %), was natürlich auch an einer breiten Basisausstattung liegen kann. Diese Auswertung basierte auf 100.000 Konfigurationen.

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