Suzuki: 100 Jahre zu Lande und zu Wasser

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Ende der Siebzigerjahre startete Suzuki mit seinen Automobilen auch international durch. Der Startschuss fiel mit der Präsentation der damals aktuellen Fronte-Generation auf dem Amsterdamer Salon 1979; später wurde von diesem Modell der Alto abgeleitet. In Deutschland stellte Suzuki im gleichen Jahr auf der IAA den 3,19 Meter kurzen LJ 80 vor. Bis dahin waren Offroader meist groß und schwer, doch der LJ 80 (LJ = Light Jeep) zeigte, dass es auch anders geht: Mit kompakten Abmessungen, zuschaltbarem Allradantrieb, einem Zwischengetriebe mit Geländeuntersetzung sowie einer hinteren Differenzialsperre spielte er seine Stärken vor allem in dichten Wäldern und auf schmalen Bergpfaden aus.

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Der „Eljot“, wie ihn seine Fans liebevoll nannten, entfachte hierzulande eine nicht für möglich gehaltene Begeisterung für Allradautos. Suzuki avancierte zwischenzeitlich zur größten Offroadmarke in Deutschland und machte das geländegängige Erfolgsmodell zum Begründer einer ganzen 4x4-Familie. Die kleinen Kletterkünstler von Suzuki – allen voran der LJ, später dann der Samurai und ab 1998 der Jimny – überzeugten mit ihren Offroadtalenten und ihrer Funktionalität nicht nur viele Kunden aus der Forst- und Bauwirtschaft; mit ihrem puristischen Design begeisterten sie auch ein junges Publikum, für die Lebensfreude und aktive Freizeitgestaltung im Mittelpunkt stehen. Mit diesem Erfolgskonzept schaffte es schließlich die zweite Generation des SJ, in den USA Fuß zu fassen. In einem Jahr wurden von diesem Modell so viele Exemplare verkauft, wie es keinem anderen Newcomer am Markt zuvor gelungen war.

Mit kreativen Kleinwagen zum weltweiten Erfolg

Parallel zu den schnellen Sportlern mit zwei Rädern setzte Suzuki weiterhin auf seine Rolle als weltgrößte Minicar-Marke. Mit dieser Strategie entwickelte sich in den Achtzigerjahren beispielsweise Indien zu einem Erfolgsmarkt. Hier schloss Suzuki einen Kooperationsvertrag mit der indischen Maruti Udyog Ltd. über die lokale Produktion und den Vertrieb von Suzuki-Modellen. Noch heute hält Maruti Suzuki India einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. In den Neunzigerjahren wurde der kompakte Roadster Suzuki Cappuccino ein wichtiger Imageträger. Ursprünglich nur für den japanischen Markt entwickelt, avancierte er auch in Amerika und Europa zum bezahlbaren Sportler mit Exotenstatus.

Zu einer weiteren festen Größe entwickelte sich außerdem der Suzuki Swift. Nachdem 1991 in Ungarn Magyar-Suzuki und damit ein wichtiger Eckpfeiler für das Europageschäft gegründet worden war, lief dort schon ein Jahr später die Produktion des Cityflitzers an. Das Modell entwickelte sich rasch zum ungarischen Volksauto und wurde von hier aus in fast alle europäischen Länder exportiert.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group