Suzuki: „Das Endkundengeschäft erholt sich“

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Suzuki-Vertriebs- und Marketingchef Thomas Wysocki zeigt sich im Gespräch mit »kfz-betrieb« optimistisch, dass der für den Importeur so wichtige Privatmarkt bald wieder deutlich nach oben geht.

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Thomas Wysocki: „Der Auftragsbestand nimmt wieder zu.“ (Foto: Rehberg)
Thomas Wysocki: „Der Auftragsbestand nimmt wieder zu.“ (Foto: Rehberg)

Redaktion: Herr Wysocki, der Jahresstart ist für Suzuki eher durchwachsen verlaufen – was heißt das für Ihr Jahresziel 36.000 Einheiten?

Thomas Wysocki: Unser Jahresziel hat weiterhin Bestand. 2011 war insgesamt ein starkes Jahr der Gewerblichen. Der Gesamtmarkt ist sehr stabil, und das Endkundengeschäft ist aktuell dabei, sich zu erholen. Davon profitieren wir, schließlich entfallen etwa 87 Prozent unserer Verkäufe auf Privatkunden. Außerdem haben wir ein sehr stabiles und motiviertes Händlernetz und werden in diesem Jahr zusätzlich noch das ein oder andere Sondermodell präsentieren. Ab April stehen neue Marketingaktionen an. Wir sehen also derzeit keinen Grund, warum wir unsere Ziele reduzieren sollten.

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Mit dem schwachen Privatmarkt haben ja alle im Moment zu kämpfen. Warum sind Sie so zuversichtlich, dass die Privatkunden bald wiederkommen?

Wir merken, dass Kunden verstärkt nach kleinen und kompakten Fahrzeugen suchen, die einen niedrigen Verbrauch bieten, gut ausgestattet sind und dabei noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Natürlich betrachten wir auch die üblichen Nutzungszyklen von Privatfahrzeugen und wir sehen derzeit, dass der Auftragsbestand wieder zunimmt. Wir haben außerdem viele Fahrzeuge, die vor drei Jahren im Abwrackjahr verleast worden sind und die nun zum Austausch bzw. zur Übernahme anstehen.

Hier in Genf zeigen Sie eine Sport-Variante des Swift…

…die wir schon im Januar in Deutschland in den Handel eingeführt haben. Unsere Kampagne dazu läuft bereits. In Genf zeigen wir außerdem den Swift mit Range Extender – in Japan fährt er bereits zur Erprobung auf öffentlichen Straßen. Erklärtes Ziel ist die Serienreife, und wenn alles gut läuft, werden wir ihn in naher Zukunft auch in Deutschland einführen können.

Was für ein Motor?

Ein Elektromotor, der batteriegespeist wird. Es ist das gleiche Prinzip wie im Opel Ampera.

Die Reichweite?

Etwa 30 Kilometer. Ist die Batterieladung verbraucht, gibt es einen Verbrennungsmotor mit 660 Kubik und etwa 70 PS, der ausschließlich als Generator fungiert und den Akku während der Fahrt wieder auflädt.

Noch einmal zurück zum Swift Sport – kann die Variante Ihren Bestseller noch ein wenig anschieben?

Ohne Frage. Der Swift Sport – unser Flaggschiff – steht im Mittelpunkt der Kommunikation. Mit dem Fahrzeug werden wir nach draußen gehen. Das Auto ist in Sachen Preis-Leistung äußerst attraktiv, kommt mit serienmäßiger Vollausstattung und natürlich erwarten wir auch eine Sogwirkung auf den bestehenden Swift. Von den 36.000 Fahrzeugen, die wir planen, werden ein Drittel zweifellos Swift-Modelle sein.

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