Taktische Zulassungen im Sturzflug

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Transportermarkt wächst immer weiter

Keinerlei Corona-Depression ist im Transportermarkt zu entdecken. Darunter fasst Dataforce die Zulassungen der klassischen leichten Nutzfahrzeuge sowie der Pkw-Utilities zusammen. Die Zahl der Neuzulassungen in diesem Sondersegment kletterte im Oktober um 13,8 Prozent auf 48.838 Einheiten, ein Plus von 13,8 Prozent. Mit einer Ausnahme entwickelten sich dabei die Absatzkanäle ähnlich wie im Bereich der Pkw: Privat- und Firmenzulassungen legten um 23,8 Prozent beziehungsweise um 12,7 Prozent zu.

Im Bereich der taktischen Kanäle zeigte sich ebenfalls eine deutliche Zurückhaltung der Hersteller und Händler. Beide Gruppen fuhren die Eigenzulassungen deutlich zurück. Auffällig ist dagegen die Entwicklung der Zulassungen durch die Vermietfirmen im Transportermarkt. In diesem Absatzkanal kletterten die Erstzulassungen um 67 Prozent auf 5.920 Einheiten.

Verhaltener Ausblick aufs Jahresende

Die zuletzt stabile Nachfrage der Privat- und Geschäftskunden sollte laut Dataforce keine großen Hoffnungen für das Restjahr keimen lassen. Im Gegenteil drohen „in den kommenden zwei Monaten zweistellige Rückgänge bei den Neuzulassungen“, warnen die Marktbeobachter. Ursächlich seien dafür die hohen Zulassungszahlen im November und Dezember 2019 verantwortlich. Damals hatten die Hersteller viele Modelle mit hohem CO2-Ausstoß erstmals in den Verkehr gebracht bzw. zunächst auf die Händlerhöfe gedrückt, um diese zwar in diesem Jahr an Endkunden auszuliefern, aber aus den CO2-Berechnungen für 2020 herauszuhalten.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«