Taxibranche beklagt Einnahmeverluste bis zu 40 Prozent

Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen fordert von der Politik Sofortmaßnahmen, um Firmeninsolvenzen zu verhindern. Die Interessenvertretung liefert auch gleich einen vielversprechenden Vorschlag.

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Die Taxibranche verzeichnet in der Corona-Krise durch ausbleibende Kunden in Großstädten Einnahmeverluste bis zu 40 Prozent.
Die Taxibranche verzeichnet in der Corona-Krise durch ausbleibende Kunden in Großstädten Einnahmeverluste bis zu 40 Prozent.
(Bild: Daimler)

Die Taxibranche verzeichnet in der Corona-Krise durch ausbleibende Kunden in Großstädten Einnahmeverluste bis zu 40 Prozent. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen forderte von der Politik Sofortmaßnahmen, um Firmeninsolvenzen zu verhindern. „Wir schlagen vor, dass Inhaber von Monats- oder Jahreskarten für den ÖPNV zum halben Preis Taxi fahren können", sagte Verbandspräsident Michael Müller am Donnerstag. „Einerseits wird so das Ansteckungsrisiko in Bussen und Bahnen minimiert, andererseits erhalten durch die Absage von Messen, Flugstreichungen und Großveranstaltungen in ihrer Existenz bedrohte Taxiunternehmen dringend benötigte Einnahmen.“

Der Taxiverband forderte weiter, dass Sozialbeiträge, deren Meldung ansonsten zum 25. März fällig wäre, suspendiert werden können. Bei vielen Unternehmen würde diese Abführung in der aktuellen Lage ansonsten direkt in einer Insolvenz enden. „Dies gilt es sehr kurzfristig zu verhindern“, so Müller. Außerdem forderte der Verband eine Liquiditätsbeihilfe in Höhe von 1.500 Euro pro Fahrzeug und Monat der Krise, beginnend noch im März.

Bisher beschlossene Überbrückungshilfen wie Kurzarbeitergeld seien für die Taxibranche kaum anwendbar. Zudem könnten Taxiunternehmen ihre Fahrer nicht wegen fehlender Fahrgäste nach Hause schicken. „Der Umsatz fällt weg, die Kosten für den Wagen bleiben trotzdem und obendrein ist es ein Verstoß gegen die gesetzlich vorgeschriebene Betriebspflicht.“

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