Suchen

Taycan-Update nur in der Werkstatt möglich: Spott für Porsche

Autor: Christoph Seyerlein

Im Handbuch des Porsche Taycan steht, dass er für Over-the-air-Updates geeignet ist. Dennoch bittet der Hersteller Taycan-Fahrer für das Aufspielen einer neuen Software jetzt in die Porsche-Zentren. Spöttische Reaktionen darauf ließen nicht lange auf sich warten.

Firmen zum Thema

Laut Handbuch sollte der Porsche Taycan in der Lage sein, Over-the-air-Update aufgespielt zu bekommen.
Laut Handbuch sollte der Porsche Taycan in der Lage sein, Over-the-air-Update aufgespielt zu bekommen.
(Bild: Porsche)

Der Porsche Taycan ist bislang Volkswagens Speerspitze in Sachen Elektromobilität. Nicht zuletzt hat der Konzern das Auto als Kampfansage an das Tesla Model S auf den Markt gebracht. Nun müssen Porsche im Gesamten und der Taycan im Besonderen im Netz allerdings viel Spott über sich ergehen lassen.

Der Grund: Obwohl das Auto für Over-the-air-Updates geeignet sein soll, bittet der Hersteller Taycan-Fahrer für eine Software-Auffrischung in die Porsche-Zentren. Das entsprechende Schreiben veröffentlichte ein Nutzer beim Karrierenetzwerk Linkedin:

Darin heißt es, beim anstehenden Verbund-Update werde eine so große Datenmenge transferiert, dass ein reibungsloser Ablauf wohl nur in den Porsche-Zentren sichergestellt werden könne. Taycan-Fahrern will Porsche mithilfe der neuen Software unter anderem bessere Ladefunktionen, mehr Komfort, ein verfeinertes Assistenzsystem und eine digitale Cockpitanzeige bereitstellen.

Bei einem Technologieträger wie dem Taycan sei die Komplexität der Systeme auf einem sehr hohen Niveau, weshalb man sich für dieses Vorgehen entschieden habe. Kleinere Updates habe Porsche aber bereits over-the-air durchgeführt.

„Hauptsache die Spaltmaße stimmen...“

Spöttische Reaktionen darauf ließen unter dem erwähnten Linkedin-Beitrag nicht lange auf sich warten. „Schade – Tesla macht das seit Jahren“, kommentierte ein User mit Blick auf Over-the-air-Updates. Die Kalifornier setzen diese bereits seit 2013 ein. Ein anderer schrieb: „Wie peinlich ist dass denn bitte?! Wenn noch nicht mal Porsche so grundsätzliche Dinge wie Update-Architektur beherrscht, sollte man dann glauben dass der Rest des Fahrzeugs besser durchdacht ist?! Hauptsache die Spaltmaße stimmen...“

Porsche Taycan: Autofahren in reiner Unschuld
Bildergalerie mit 10 Bildern

Belustigt zeigten sich mehrere Kommentatoren auch darüber, dass Porsche seine Ankündigung zu einem Software-Update per Brief und nicht digital verschickte. Ein Nutzer fasste zusammen: „Bei so einem Brief würde ich sofort den Porsche Taycan verkaufen und von dem Geld einen Tesla Model S (oder Model 3) kaufen und den Rest in Tesla-Aktien investieren. Da bin ich froh, von Anfang an ein Tesla-Fahrer zu sein.“

(ID:46808939)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«