Technik: Wer bremst, gewinnt

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Die Bremse gilt nicht als Hightech-Produkt, doch gerade passiert in der Bremstechnik sehr viel: Assistenzsysteme greifen in die Regelung ein, Umweltschützer nehmen die Feinstaubemission ins Visier – und dann ist da noch die Sache mit dem E-Auto.

Das Brake-by-Wire-Konzept von Brembo auf der IAA 2017: Hydraulikflüssigkeit findet sich nur noch innerhalb der vorderen Bremssättel.
Das Brake-by-Wire-Konzept von Brembo auf der IAA 2017: Hydraulikflüssigkeit findet sich nur noch innerhalb der vorderen Bremssättel.
(Bild: Rosenow)

Wer schon einmal Tesla oder BMW i3 gefahren ist, der musste sich ein neues Bremsverhalten angewöhnen: Hier übernimmt der Elektromotor einen großen Teil der Geschwindigkeitsreduzierung. Wer bremst, gewinnt also – nämlich Energie zurück. Die klassische Reibungsbremse kommt vor allem im Stadtverkehr nur noch selten zum Einsatz. Und weil die meisten Elektroautos nur sehr geringe Geschwindigkeiten erreichen (der Tesla ist hier die Ausnahme), könnte man die Bremsanlage doch viel kleiner und leichter auslegen als bisher, oder?

„Ja“, bestätigt Manfred Meyer, Leiter der Bremsenentwicklung beim Zulieferkonzern ZF. „Die Dimensionierung kann etwas kleiner ausfallen, und die Trommelbremse wird weiterhin zum Einsatz kommen.“ Noch etwas weiter geht der Konkurrent Continental mit seinem New Wheel Concept samt Aluminiumscheibe.