Schlafender Tesla-Fahrer überholt Polizeiwagen

Weckruf mit dem Martinshorn

| Autor: dpa

(Bild: gemeinfrei / CC0)

Ein Niederländer ist von der Polizei schlafend am Steuer seines Autos ertappt worden, während sein Tesla per „Autopilot“ durch die Nacht fuhr. Weil der 50-Jährige bei Hilversum auffallend dicht hinter einem anderen Auto fuhr, sei eine Streife neben den Wagen gefahren und habe den schlafenden Mann bemerkt, teilte die Polizei am Freitag mit. Als die Streife sich vor den Wagen setzte, um ihn mit einem Anhaltezeichen zum Stoppen zu bewegen und das Tempo verlangsamte, habe das Tesla-Assistenzsystem automatisch zum Überholen angesetzt. Mit eingeschaltetem Martinshorn habe man den Fahrer schließlich geweckt. Der Mann war angetrunken und musste später seinen Führerschein abgeben.

Auch in den USA machte der vermeintlich autonom fahrende Autopilot von Tesla am Wochenende wieder Schlagzeilen. Im März war dort zum wiederholten Male ein Tesla ungebremst unter einen Lastwagen-Anhänger gerast, der die Straße querte – der Fahrer kam dabei ums Leben.

Jetzt bestätigte die Ermittlungsbehörde NTSB in einem vorläufigen Bericht offiziell, dass der Fahrer den Autopiloten zehn Sekunden vor dem Unfall eingeschaltet hatte. Weder die Software noch der Fahrer hätten versucht, auszuweichen. Der Tesla Model 3 sei beim Zusammenstoß mit einer Geschwindigkeit von 68 Meilen pro Stunde (gut 109 km/h) gefahren, obwohl auf dem Highway-Abschnitt nur 55 Meilen pro Stunde (88,5 km/h) erlaubt gewesen seien.

Der Autopilot von Tesla ist kein echtes Selbststeuerungs-, sondern lediglich ein Fahrerassistenzsystem. Tesla weist stets darauf hin, dass der Fahrer immer den Überblick über die Verkehrssituation und die Kontrolle über das Fahrzeug behalten soll, will aber das System dennoch nicht umbenennen.

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