Continental entwickelt neues Autocockpit: 3D für alle Insassen

Neues Display könnte 2022 in Serie gehen

| Autor: sp-x

Künftig sollen Autocockpits die Insassen mit dreidimensionalen Grafiken informieren.
Künftig sollen Autocockpits die Insassen mit dreidimensionalen Grafiken informieren. (Bild: Continental)

Auf der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai (11. bis 13. Juni) hat der Autozulieferer Continental ein neues 3D-Fahrzeugdisplay präsentiert, bei dem die sogenannte Lightfield-Technik der amerikanischen Firma Leia eingesetzt wird. Diese erzeugt 3D-Grafiken, die unter anderem grafische Hervorhebungen erlauben. Dadurch soll das Erfassen von Informationen sowie der Dialog mit dem Fahrzeug für den Fahrer komfortabler gestalten werden. Auch die übrigen Fahrzeuginsassen können die 3D-Grafiken wahrnehmen.

Bisherige Ansätze einer 3D-Darstellung in Fahrzeugen haben daraufgesetzt, eine auf die Kopfposition des Fahrers entsprechend angepasste Grafik zu projizieren, die zudem mit dem Brechen und Blockieren von Licht arbeitet. Das Leia-System setzt auf Lichtleitermodule mit Nanostrukturen, die das Licht beugen und dorthin lenken, wo es für 3D-Effekte benötigt wird. Die Module sollen in viele handelsübliche Displays integrierbar sein. Objekte in der Grafik setzen sich dabei aus acht Perspektiven zusammen und werden deshalb aus verschiedenen Blickwinkeln sichtbar. Eine Kamera zur Generierung einer auf die Fahreraugen zugeschnittenen 3D-Grafik ist verzichtbar. Die Lightfield-Technik erzeugt eine grafische Tiefe nach hinten, bei der 3D-Objekte maximal fünf Zentimeter aus dem Bild heraustreten sollen.

Die Lightfield-Technik soll sich in herkömmliche Displays integrieren lassen.
Die Lightfield-Technik soll sich in herkömmliche Displays integrieren lassen. (Bild: Continental)

Das Lightfield-Cockpit bringt nach Ansicht von Continental einige Vorteile mit sich. Unter anderem lassen sich Warnungen von Fahrerassistenzsystemen in 3D besser veranschaulichen und Richtungsangaben vom Navigationssystem klarer darstellen. Die grafischen Darstellungen werden zudem aufgewertet. Das gilt für Einpark-Assistenten mit 360-Grad-Vogelperspektive ebenso wie für eine Begrüßung mithilfe eines dreidimensional animierten Herstellerlogos. 2022 könnte das Lightfield-Cockpit in Serie gehen.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45976902 / Technik)

Plus-Fachartikel

Cyberversicherungen: „Vollkasko für IT-Systeme“

Cyberversicherungen: „Vollkasko für IT-Systeme“

Hanno Pingsmann, Geschäftsführer der auf Cyberattacken spezialisierten Versicherungsplattform Cyber Direkt, informiert über die typischen Einfallstore und was Autohäusern droht, wenn sie sich nicht absichern. lesen

DMS: „Der Motor im Autohaus“

DMS: „Der Motor im Autohaus“

Ralf Koke, Geschäftsführer von Loco-Soft, und Wolfgang Börsch, Firmengründer des Lindlarer Softwareanbieters, schildern, warum einem modernen Dealer-Management-System im Zeitalter der Digitalisierung eine tragende Rolle zukommt. lesen