Bosch bringt 3D-Display ins Fahrzeug

Cockpit wird zum Interaktionssystem

| Autor: Maximiliane Reichhardt

Durch die Tiefenwirkung sollen Boschs 3D-Displays dafür sorgen, dass Informationen schneller erfasst werden als auf herkömmlichen Bildschirmen.
Durch die Tiefenwirkung sollen Boschs 3D-Displays dafür sorgen, dass Informationen schneller erfasst werden als auf herkömmlichen Bildschirmen. (Bild: Bosch)

Der Automobilzulieferer Bosch arbeitet an neuen 3D-Display-Produkten. Diese sollen mithilfe passiver 3D-Technik einen real empfundenen dreidimensionalen Effekt erzeugen. Bosch zufolge lassen sich Informationen durch die Tiefenwirkung schneller erfassen als auf herkömmlichen Bildschirmen.

„Fahrzeugdisplays wandeln sich von reinen Anzeige- in Interaktionssysteme, die auf die individuellen Bedürfnisse des Fahrers eingehen“, so Steffen Berns, Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Bosch Car Multimedia. So will der Automobilzulieferer für jeden Kunden das passende Infotainment entwickeln. Gerade wenn sich Autofahrer künftig per Autopilot fahren lassen, komme dem Human-Machine-Interface eine zentrale Bedeutung für das Miteinander von Auto und Fahrer zu.

Auf der Kinoleinwand dient der 3D-Effekt in erster Linie dazu, den Unterhaltungswert eines Films zu steigern. Anders im Fahrzeug: Beim Einparken entstehe ein realistischeres Bild der Rückfahrkamera, Hindernisse im Fahrweg lassen sich früher erkennen. Beim Navigieren durch tiefe Häuserschluchten von Großstädten spiele der 3D-Effekt ebenfalls eine entscheidende Rolle: Dank der räumlichen Darstellung der Karte ist auf den ersten Blick ersichtlich, hinter welchem Gebäude der nächste Abzweig liegt. Für sein 3D-Display setzt Bosch eine passive 3D-Technik ein. Sie soll ohne Zusatztechniken wie Eyetracking oder 3D-Brille auskommen.

Der Automobilzulieferer sieht darin enormes wirtschaftliches Potenzial: Prognosen von Global Market Insights würden zeigen, dass der weltweite Fahrzeugdisplay-Markt bis 2025 von 15 Milliarden US-Dollar (13,4 Milliarden Euro) auf 30 Milliarden US-Dollar (26,7 Milliarden Euro) wächst.

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