Alpine Technische Speerspitze mit wachsendem Modellangebot

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Im Zuge der Vorstellung des Strategieplans „Renaulution“ hat Konzernchef Luca de Leo auch einen Ausblick auf die Sportwagentochter Alpine gegeben. Sie wird elektrisch und unter einem neuen Chef deutlich aufgewertet.

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A für Alpine.
A für Alpine.
(Bild: Renault)

Renaults Sportwagen-Ableger Alpine wird zur reinen Elektroautomarke. Drei Modelle sollen künftig das Portfolio der Franzosen füllen: Kern des Angebots soll ein gemeinsam mit Lotus gebauter Elektro-Sportwagen werden. Beide Seiten haben dazu eine Vereinbarung unterzeichnet und wollen zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellen. Der Sportwagen soll die Nachfolge des aktuellen, konventionell motorisierten A 110 bzw. A 110 S antreten.

Dazu kommt ein rein elektrischer Kompaktsportwagen im B-Segment auf Basis der neuen CMF-B EV-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi. Dahinter steckt möglicherweise eine Variante des gerade vorgestellten Renault 5. Komplettiert wird das Programm durch einen Kompakt-Crossover, der auf der neuen E-Auto-Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz stehen wird („CMF-EV Plattform“). Damit die Produktoffensive im Markt ankommt, hatte Konzernchef Luca de Meo angekündigt, die Autos „ sicherlich viel mehr Händlern zugänglich zu machen“.

Geleitet wird Alpine künftig von Laurent Rossi. Der 45-Jährige ist seit 2018 Direktor für Strategie und Geschäftsentwicklung der Renault-Gruppe. Als CEO der Marke Alpine folgt er auf Cyril Abiteboul, der das Unternehmen verlässt. Rossi arbeitete bereits vor 20 Jahren für Renault, war dann aber als Automobilexperte für die Boston Consulting Group und Google, bevor er zu Renault zurückkehrte. Er berichtet direkt an Renault-Chef Luca De Meo.

Das bisherige Formel-1-Engagement von Renault geht im Alpine F1-Team auf. Das Showcar A521 gibt bereits einen Ausblick auf die Zukunft.
Das bisherige Formel-1-Engagement von Renault geht im Alpine F1-Team auf. Das Showcar A521 gibt bereits einen Ausblick auf die Zukunft.
(Bild: Renault)

Neben der Funktion als Automarke wird Alpine künftig im Renault-Konzern die Rolle der Sportabteilung übernehmen. Sie wird demnach die bisherigen Unternehmensteile Renault Sport – für das Tuning der Pkw-Modelle zuständig – und das Motorsport-Engagement (Renault Sport Racing) integrieren. Konsequenterweise firmiert das Renault F1 Team dann ab 2021 als Alpine F1 Team. Einen Ausblick auf das F1-Engagement gibt das Alpine Formel 1 Showcar A521.

Alpine solle die technologische Speerspitze im Konzern bilden und effizientes Energiemanagement, Sicherheitssysteme und Konnektivitätsanwendungen aus dem Motorsport auf die Straße bringen, sagte Rossi.

Die Marke Alpine wurde im Jahr 1955 von Jean Rédélé als Sportwagenmarke in Dieppe gegründet, wo die Modelle noch heute (wieder) gebaut werden. Bis 1994 brachte sie in der Folge sieben Modellreihen hervor. Danach wurde das Fabrikat vom Renault-Konzern, der 1973 Alpine übernommen hatte, stillgelegt. Erst 2018 kehrte Alpine mit dem neuen A 110 und ausgewählten Stützpunkt-Händlern – auch in Deutschland – zurück. 2020 folgte der leistungsstärkere A 110 S. Internationale Aufmerksamkeit errang Alpine 1971 mit dem Sieg der internationalen Markenmeisterschaft sowie der Rallye-Weltmeisterschaft 1973.

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