LEVC Teiledienstleister unterstützt europäischen Expansionskurs

Autor: Andreas Grimm

Eine schnelle und funktionierende Teileversorgung ist für das Kundenvertrauen unerlässlich, speziell wenn die Fahrzeuge für Transport-Dienstleistungen genutzt werden. LEVC arbeitet in Kontinentaleuropa daher nun mit einem Logistikspezialisten zusammen.

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Schnelle Teilelieferungen im Schadenfall will LEVC über den Logistikdienstleister TVS sicherstellen.
Schnelle Teilelieferungen im Schadenfall will LEVC über den Logistikdienstleister TVS sicherstellen.
(Bild: LEVC)

Der Dienstleister TVS Supply Chain Solutions wird für die London Electric Vehicle Company (LEVC) die Teileversorgung der angeschlossenen Vertriebs- und Servicepartner auf dem Kontinent organisieren. Laut einer Pressemitteilung hat der Hersteller der modernen London Taxis einen Fünfjahresvertrag mit dem Logistiker über den Betrieb eines Teilevertriebsnetzes geschlossen.

Demnach wird in Eisenach ein Zentrallager für die Teile der beiden Modelle TX und VN5 entstehen. Während der TX bereits erhältlich ist, steht der Marktstart des Elektro-Vans VN5 kurz bevor. Das neue Zentrallager soll für eine bessere Abdeckung und Effizienz der Teileverfügbarkeit für die wachsende Liste globaler LEVC-Händler sorgen. LEVC will bis Ende 2021 in Europa 21 Märkte bearbeiten.

„Durch den neuen Standort werden kurze Lieferfristen gewährleistet“

Dazu ist eine funktionierende Logistik unerlässlich, um eine schnelle Teileverfügbarkeit zu gewährleisten. Diese ist für die Zielgruppen der Fahrzeuge – Taxi-Unternehmen, Fahr- und Lieferdienste – existenziell, da sie auf funktionierende Fahrzeuge angewiesen sind. „Durch den neuen Standort in Eisenach werden kurze Lieferfristen für Teile von 24 Stunden gewährleistet“, berichtet Jörg Hofmann, Vorstandschef von LEVC. Händler könnten somit notwendige Artikel einfach beschaffen und bestellen.

Das Logistiknetzwerk wird über das TVS-Online-Teileportal gesteuert. Bei der neuen Forward Stocking Location handelt es sich um einen Lagerstandort in Eisenach, der günstig in der Mitte Deutschlands liegt, um die Lieferfristen für Bestellungen kurz zu halten. Das Angebot an vorrätigen Teilen reicht von Verbrauchsmaterialien wie Filtern über mittelgroße Artikel wie Scheiben bis hin zu größeren Komponenten.

Exportanteil soll 2022 bereits 60 Prozent betragen

LEVC ist Teil des Geely-Konzerns. Die Chinesen haben nach eigenen Angaben seit 2014 über 500 Millionen britische Pfund in das „London Taxi“ gesteckt und unter anderem einen neuen Fertigungsstandort in England aufgebaut. Damit sich die Investitionen lohnen, sind deutlich mehr Stückzahlen als bislang notwendig, der Exportanteil der Produktion soll 2022 bereits 60 Prozent betragen. Derzeit sind es 10 Prozent.

Damit dieses Ziel erreicht wird, vereinbart LEVC derzeit in verschiedenen Ländern Vertriebspartnerschaften. Zuletzt hatten drei Händlergruppen in den Niederlanden mit mehreren Standorten einen Vertriebsvertrag mit LEVC geschlossen. Zudem benannte der Hersteller noch im alten Jahr mit der Gablini Automotive Group der Markteintritt in Ungarn.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«