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Teilehandel: Renditen in Gefahr

| Redakteur: Norbert Rubbel

Die Wettbewerbssituation im Teilemarkt verschärft sich, und die klassischen Vertriebskanäle verschwimmen. Viele unabhängige Werkstätten beziehen ihre Teile nicht nur von freien Großhändlern. Sie schätzen auch die Angebote der Fahrzeughersteller.

Die Hauptzielgruppe der freien Teilegroßhändler sind die markenunabhängigen Werkstätten. Doch viele von ihnen kaufen zusätzlich auch Originalersatzteile der Fahrzeughersteller ein.
Die Hauptzielgruppe der freien Teilegroßhändler sind die markenunabhängigen Werkstätten. Doch viele von ihnen kaufen zusätzlich auch Originalersatzteile der Fahrzeughersteller ein.
(Bild: Rubbel)

Die Marktstrukturen im Teilegroßhandel haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Jeder beliefert jeden. Die Fahrzeughersteller vertreiben ihre Originalersatzteile nicht nur an ihre autorisierten Partnerbetriebe. Zu ihren Kunden zählen auch die freien Werkstätten, die sie mit großzügigen Nachlässen von bis zu 40 Prozent auf Verschleißteile an sich beziehungsweise an ihre Vertragsbetriebe mit Großhandelsfunktion binden wollen.

Bereits drei Viertel der markenunabhängigen Kfz-Betriebe beziehen Ersatzteile von Automobilherstellern und großen Autohausgruppen wie Dello, Bleker und Emil Frey. Dies ergab die Branchenindexbefragung der Redaktion. Auf der anderen Seite versorgen die freien Teilegroßhändler auch die Vertragswerkstätten. So kaufen etwa zwei Drittel der Fabrikatsbetriebe Teile bei Trost, Stahlgruber und Co. ein, um beispielsweise Fremdfabrikate warten und reparieren zu können.