Teilehandel rückt gegen Großinvestoren zusammen

Carat-Gruppe öffnet ihr Zentrallager für alle Teilehändler

| Autor: Norbert Rubbel

Sind Kooperationspartner: Orio-Geschäftsführer Jan-Philipp Schuhmacher (li.) und Carat-Geschäftsführer Thomas Vollmar.
Sind Kooperationspartner: Orio-Geschäftsführer Jan-Philipp Schuhmacher (li.) und Carat-Geschäftsführer Thomas Vollmar. (Bild: Carat)

Der Konsolidierungsprozess im freien Teilegroßhandel schreitet weiter voran. Handelsriesen wie das amerikanische Unternehmen LKQ bleiben in Deutschland auf Einkaufstour. Jüngstes Beispiel dafür ist die Übernahme von Stahlgruber. Es sind vor allem die mittelständischen Großhändler, die unter Druck geraten. Eine Lösung für den Verdrängungswettbewerb im Teilehandel hat die Mannheimer Carat-Gruppe: Sie öffnet ihr Logistikzentrum Ad-Cargo in Castrop-Rauxel für alle Teilegroßhändler.

Die Carat mit ihren rund 120 Gesellschafterfirmen und Ad-Cargo förderten somit die Sicherung des Mittelstands, erklärt Carat-Geschäftsführer Thomas Vollmar und betont: „Eine engere Zusammenarbeit zwischen den Teilehändlern schafft ein Bollwerk gegen die monopolistischen Tendenzen im Wettbewerb.“ Neue Kommanditisten von Ad-Cargo zahlen eine Einlage von mindestens 10.000 Euro. Sie sollen beispielsweise von der Zentralregulierung, der Tages- und Nachtbestellung sowie von einem Reklamations- und Ad-Cargo-Bonus profitieren.

70 Anträge liegen bereits vor

Zwölf neue Kooperationspartner haben sich schon der Carat beziehungsweise Ad-Cargo angeschlossen, und etwa 70 Anträge liegen der Mannheimer Unternehmensgruppe bereits vor, sagte Vollmar gegenüber »kfz-betrieb«. Seit einigen Wochen ist auch das weltweit tätige Handelsunternehmen Orio Kommanditist von Ad-Cargo. Der Großhändler mit Hauptsitz im schwedischen Nyköping hatte sich zuvor überwiegend auf den Vertrieb von Originalersatzteilen von Saab spezialisiert.

Als Kooperationspartner von Carat hat Orio nun Zugriff auf eine Produktpalette mit über 120.000 Artikelreferenzen. Von dem deutlich erweiterten Produktangebot erwartet sich Orio-Geschäftsführer Jan-Philipp Schuhmacher eine bessere Abdeckung des Teilebedarfs seiner Kunden.

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