Teilemargen: Griff in die Kasse?

Der Kostendruck veranlasst Schadensteuerer, eigene Portale für Ersatzteile zu installieren. Das Dilemma: Die Werkstätten, die an der Unfallsteuerung teilnehmen, verdienen kein Geld durch verkaufte Stunden. Der Werkstattbestand ist gefährdet, wenn Teilemargen von den Betrieben abgezogen werden.

| Autor: Konrad Wenz

(Bild: © Gernot Krautberger - stock.adobe.com)

Von Jahr zu Jahr müssen die Versicherer für die Regulierung von Kfz-Schäden mehr Geld bezahlen. Allein im Jahr 2017 brauchten sie laut dem statistischen Jahrbuch des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hierfür 23,7 Milliarden Euro. Das entsprach einem Plus von etwa 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (im Jahr 2016 waren es 22,7 Milliarden Euro).

Dem gegenüber stiegen die Einnahmen der Versicherer um vier Prozent. Das bedeutet, dass die Schaden-Kosten-Quote nahe der 100-Prozent-Marke bleibt (die Combined Ratio im Jahr 2017 lag bei 98 Prozent, 2016 waren es 100,4). Das ist immer noch besser als beispielsweise in den Jahren vor 2013 – da lag die Combined Ratio bei deutlich über 100 Prozent, das heißt, die deutschen Kfz-Versicherer schrieben damals rote Zahlen.

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