RDKS Tesla funkt quer

Von Jan Rosenow

Bislang arbeiten Reifendruck-Kontrollsysteme in Europa auf der Frequenz 433 Megahertz. Doch nun ist Tesla als Erster auf den Bluetooth-Standard umgestiegen. Über Vor- und Nachteile dieser Technik wird in der Sensorbranche kontrovers diskutiert.

Bluetooth Low Energy könnte die Zukunft des Reifendruck-Kontrollsystems sein – oder auch nicht.
Bluetooth Low Energy könnte die Zukunft des Reifendruck-Kontrollsystems sein – oder auch nicht.
(Bild: RTS)

Seit dem Modelljahr 2021 stattet der US-amerikanische Autohersteller Tesla seine Modelle 3 und Y mit Reifendrucksensoren aus, die nicht mehr auf der Frequenz von 433 Megahertz funken, die in Europa dafür freigegeben ist, sondern den Standard „Bluetooth Low Energy“ verwenden. Dieser ist aus der Kommunikationstechnik bekannt.

„Bluetooth Low Energy“ bietet für die Autohersteller einige Vorteile, wie der Sensoranbieter RTS Räder Technik Service »kfz-betrieb« mitteilte. „Im Gegensatz zu den aktuell verbauten Sensoren, die je nach Land im 315-MHz- oder 433-MHz-Band operieren, dürfen Bluetooth-Geräte im 2,4-GHz-Band weltweit zulassungsfrei betrieben werden. Zusätzlich sind auch im Bereich der Steuerungstechnik weniger Teile nötig, zumal Bluetooth inzwischen in den meisten Fahrzeugen serienmäßig verbaut ist“, heißt es bei dem Unternehmen, das als exklusiver Importeur und Servicepartner für Reifendruck-Kontrollsysteme der Marke CUB in Deutschland und Österreich aktiv ist.