Suchen

Tesla klagt gegen US-Strafzölle auf China-Importe

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Der Elektroautobauer will auf dem Rechtsweg eine Befreiung von US-Strafzöllen auf Importe aus China durchsetzen. Tesla ist damit nicht das einzige Unternehmen, das gegen die Einfuhrzölle vorgeht.

Firma zum Thema

(Bild: Tesla)

Der Elektroautobauer Tesla will auf dem Rechtsweg eine Befreiung von US-Strafzöllen auf Importe aus China durchsetzen. Der Konzern von Starunternehmer Elon Musk wehrt sich beim US-Gericht für Internationalen Handel in New York gegen die „ungesetzliche Auferlegung“ von Abgaben auf aus China eingeführte Waren.

Die Klage wurde bereits am Montag eingereicht, erstmals berichtete am Mittwoch (Ortszeit) der Finanznachrichtendienst Bloomberg darüber. Angeklagte in dem Fall sind neben der US-Regierung deren Handelsbeauftragter Robert Lighthizer sowie der Chef der Zoll- und Grenzbehörde Mark Morgan, wie aus der Klageschrift hervorgeht.

Tesla will außerdem Kompensation für bereits geleistete Abgaben

Tesla will mit dem Verfahren nicht nur bestehende Einfuhrzölle abwenden, sondern auch Kompensation für bereits geleistete Abgaben erstreiten. Lighthizers Behörde hatte zuvor einen Antrag Teslas abgewiesen, von 25-prozentigen Importzöllen befreit zu werden, die unter anderem auf Displays für das Model 3 aus China anfallen.

Der Autobauer ist allerdings bei Weitem nicht das einzige Unternehmen, das gegen die von US-Präsident Donald Trumps Regierung verhängten Zölle auf Einfuhren aus China vorgeht. Beim Gericht für Internationalen Handel laufen laut Bloomberg hunderte solcher Verfahren. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor.

Technische Probleme

Unterdessen setzen Tesla Berichte über technische Probleme zu. Die Aktie ging am Mittwoch mit einem Minus von gut zehn Prozent aus dem US-Handel. Laut dem Störungsportal „downdetector.com“ gab es viele Ausfälle der Tesla-App, die Kunden mit ihren Autos verbindet. Ob die Probleme richtig behoben werden konnten, war bis zuletzt unklar.

Etliche Besitzer beschwerten sich im Netz, einige wandten sich bei Twitter an Konzernchef Elon Musk. Eine Stellungnahme von Tesla oder Musk gab es jedoch zunächst nicht. Dem als gut mit dem Unternehmen vernetzt geltenden Branchenblog „Electrek“ zufolge kämpfte Tesla mit einem Netzwerkausfall, der auch die internen Systeme betraf. Die Aktie war bereits unter Druck, nachdem Musk Hoffnungen auf einen Durchbruch in der Batterien-Technologie am Vorabend enttäuscht hatte.

(ID:46881649)