Tesla liefert im dritten Quartal fast so viele Autos aus wie im Gesamtjahr 2017

Autor: Christoph Seyerlein

Tesla hat sowohl die Produktion als auch die Auslieferungen im dritten Quartal deutlich hochfahren können. Profitiert haben davon allerdings ausschließlich US-Kunden. Ein zentrales Versprechen kann der Hersteller zudem weiterhin nicht einhalten.

Tesla hat seine Produktion offenbar besser im Griff als noch vor wenigen Monaten.
Tesla hat seine Produktion offenbar besser im Griff als noch vor wenigen Monaten.
(Bild: Tesla)

Gewohnt vollmundig hatte Elon Musk im Vorfeld der Bekanntgabe der Absatz- und Produktionszahlen von Tesla im dritten Quartal einen „epischen Sieg“ für den Elektroautohersteller angekündigt. Herausgekommen sind letztlich Zahlen, die sich tatsächlich recht ordentlich lesen.

Beispielsweise haben die Kalifornier zwischen Juli und September weltweit rund 83.500 Neuwagen ausgeliefert. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2017 hatte Tesla weltweit rund 101.000 Fahrzeuge an Kunden übergeben. 55.840 Auslieferungen entfielen im dritten Quartal auf das Model 3, 14.470 auf das Model S und 13.190 auf das Model X. Gerade beim Model 3 ging es damit schnell voran: „Wir haben doppelt so viel Model-3-Fahrzeuge ausgeliefert wie in allen vorherigen Quartalen zusammen“, teilte der Hersteller mit.

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Zugute kam Tesla dabei, dass die Produktion mittlerweile offenbar besser läuft als noch vor wenigen Monaten. Insgesamt liefen in Fremont im dritten Quartal 80.142 Fahrzeuge vom Band und damit doppelt so viele wie noch im zweiten Quartal. Gerade mit der Model-3-Produktion hatte der Hersteller in der jüngeren Vergangenheit zu kämpfen. Zwischen Juli und September baute Tesla nun 53.239 Model-3-Einheiten und kam seinem Ziel, wöchentlich 5.000 jener Autos herzustellen, zumindest nahe. In der letzten Quartalswoche erreichten die Kalifornier nach eigenen Angaben sogar eine Kapazität von 5.300 Model 3.

Allerdings profitieren davon vorerst lediglich US-Kunden. Laut Tesla entfielen sämtliche Model-3-Auslieferungen im dritten Quartal auf die Vereinigten Staaten. Zudem ist der Hersteller weiter nicht in der Lage, sein Versprechen einzuhalten und Autos für rund 35.000 US-Dollar anzubieten. Bei den produzierten Wagen handelt es sich den Kaliforniern zufolge nach wie vor um „höherpreisige Varianten“ des Model 3. Tesla sieht in den günstigeren Versionen und dem internationalen Marktstart „großes Wachstumspotenzial“. Wann es so weit ist, verriet der Hersteller aber nicht.

Ebenfalls keine Angaben machte das Unternehmen zu seinen Finanzzahlen im dritten Quartal. Diese werde man in den nächsten Tagen bekannt geben, hieß es in der Mitteilung.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«