Tesla Modell X: Elektrisch gegen den Strom

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Nachdem Tesla mit dem Roadster Interesse geweckt hat und mit dem Modell S in die Großserie einsteigt, soll das Modell X die Amerikaner und nach ihnen den Rest der Welt endgültig vom Elektroauto überzeugen.

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Tesla bringt mit dem Modell X eine Mischung aus SUV und Van.
Tesla bringt mit dem Modell X eine Mischung aus SUV und Van.
( sp-x )

Für viele ist Elon Musk so etwas wie der Steve Jobs der Motorindustrie. Denn genau so, wie der Apple-Chef den Markt für Computer, Mobiltelefone und den Zugang zum Internet umgekrempelt hat, bringt der Seiteneinsteiger aus dem Silikon Valley mit seiner Firma Tesla seit Jahren die Autowelt durcheinander. Sein elektrischer Roadster war dabei nur der Anfang. Die knapp 3.000 umgerüsteten Lotus Elise waren kaum mehr als ein Spielzeug für Besserverdiener mit schlechtem Gewissen gegenüber der Umwelt.

Doch jetzt drängt der PS-Pionier auf den Massenmarkt und bringt eine eigene Flotte in Fahrt. Die Limousine „Modell S“ ist gerade fertig und kommt im Sommer in den Handel, und in der letzten Woche hat er während einer großen Party in Los Angeles seinen Crossover enthüllt. Es hört auf den Namen Modell X und tritt in einer Liga an, in der die Musik auf dem US-Markt am lautesten spielt. Denn als Siebensitzer mit dem Auftritt eines Geländewagens und dem Platzangebot eines Minivans gibt der große Gleiter die perfekte Familienkutsche für die so genannten Soccer-Mums.

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Was den Wagen auszeichnet, sind allerdings weniger seine drei Sitzreihen oder die beiden großen Kofferräume vorn und hinten. Und auch das Design ist zumindest fragwürdig. Denn während der Wagen vorne ein wenig an den Maserati Quattroporte erinnert und damit tatsächlich sportlich und elegant aussieht, nimmt er sich am anderen Ende ein schlechtes Beispiel am Fünfer GT von BMW und dem Audi A7. Zu breit die Backen und zu hängend der Hintern, als dass man Designer Franz von Holzhausen dafür loben könnte.

Was den Tesla wirklich einzigartig macht, ist sein Türkonzept: „Falconwings“ nennt von Holzhausen die Türen zu den Rücksitzen, die wie die Flügel eines Falken nach oben aufschwingen und sich dabei auch noch ein wenig zusammenklappen. Das macht den Zugang zum Fond noch leichter als die üblichen Schiebetüren und stempelt selbst den Mercedes SLS zum Spielzeugauto.

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