Tests für automatisierte Fahrzeuge

Virtuellen Tests im Fokus

| Autor: Holger Schweitzer

Dr. Houssem Abdellatif und das Highly Automated Driving Team (HAD) vom TÜV Süd entwickeln Testmethoden für automatisierte Fahrzeuge.
Dr. Houssem Abdellatif und das Highly Automated Driving Team (HAD) vom TÜV Süd entwickeln Testmethoden für automatisierte Fahrzeuge. (Bild: TÜV Süd)

Der TÜV Süd entwickelt Testmethoden für automatisierte Fahrzeuge. Auf der Automotive Testing Expo Korea 2018 präsentiert Houssem Abdellatif, der Leiter Automatisiertes Fahren und Fahrerassistenzsysteme der Sachverständigenorganisation, wie die Betriebssicherheit solcher Fahrzeuge überprüft werden kann. Virtuellen Tests in Form von Computersimulationen kommt dabei eine zentrale Rolle zu.

„Technisch ist das automatisierte Fahren bereits weit fortgeschritten. Auf Seiten der Regelungen und Spezifikationen gibt es jedoch noch erheblichen Handlungsbedarf“, sagt Houssem Abdellatif. Das betrifft nach seiner Ansicht vor allem die Verfahren zur Homologation von Fahrzeugen. Herkömmliche Methoden seien dafür nicht mehr geeignet. Die komplexen elektronischen Systeme automatisierter Fahrzeuge würden nämlich rund 50 Millionen Einzelprüfungen erfordern. Aus diesem Grund setzt der TÜV Süd auf ein Verfahren, bei dem am Computer verschiedenste Szenarien simuliert und anschließend durch reale Tests auf Prüfstrecken validiert werden.

Im Detail sieht der Vorschlag von TÜV Süd vor, verschiedene Szenarien per Computersimulation miteinander in Ebenen zu kombinieren. So werden unterschiedliche Straßentypen mit einer Anzahl an Verkehrssituationen und möglichen kurzzeitigen Veränderungen wie Wetter oder Baustellen verknüpft. Mit den daraus resultierenden Szenarien muss das virtuelle Auto im Computer zurechtkommen. Einzelne Ergebnisse davon werden anschließend mit echten Fahrzeugen auf Teststrecken überprüft. Stimmen die realen Resultate mit den virtuellen überein, lässt dies auf die korrekte Funktion des Systems schließen.

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