Reifenmarkt Teure Rohstoffe und Transporte treiben die Reifenpreise

Autor Jan Rosenow

Der Verband der Reifenhersteller konstatiert eine „historisch einmalige“ Gemengelage aus Preisaufschlägen, Knappheiten und höherer Gewalt. Vergleichsportale ermittelten bislang über sechs Prozent Preisaufschlag zu 2020.

Nach Auskunft des Reifenportals Tyre 24 wurden Sommerreifen im ersten Quartal um 6,5 Prozent teurer gehandelt als 2020.
Nach Auskunft des Reifenportals Tyre 24 wurden Sommerreifen im ersten Quartal um 6,5 Prozent teurer gehandelt als 2020.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Kfz-Betriebe und Verbraucher in Deutschland müssen sich angesichts der Knappheiten und Preissprünge auf den Rohstoffmärkten auf steigende Reifenpreise einstellen. Die Versorgungslage bei wichtigen Industrierohstoffen sei äußerst angespannt, einzelne Produktionsausfälle schon eingetreten, heißt es in einer Pressemeldung des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (WDK).

„Die Materialpreise eilen von einem Hoch zum nächsten“, beschreibt Michael Berthel, Chefvolkswirt beim WDK, die gegenwärtige Situation. „Ich kann mich in meiner mehr als 20 Jahre währenden Branchenzugehörigkeit an keine vergleichbare Situation erinnern. Die Parallelität von Engpässen, Zuteilungen, Vervielfachungen von Fällen höherer Gewalt, logistischen Schwierigkeiten und mehrfachen, kurzfristigen und kräftigen Preisaufschlägen für nahezu alle Rohstoffe dürfte historisch einmalig sein.“