Die großen Autohändler 2021 Thomsen bepflanzt eigenen Wald

Von Julia Mauritz

Wirtschaftlichkeit, Menschlichkeit und Umweltfreundlichkeit: Die Halstenbeker Mehrmarken-Autohausgruppe hat eine neue Unternehmensphilosophie erarbeitet, die auf diesen drei Säulen fußt. Jetzt gilt es, diese mit Leben zu füllen.

Im Kaltenkirchen vertreibt Thomsen die Marken Nissan, Seat und Cupra.
Im Kaltenkirchen vertreibt Thomsen die Marken Nissan, Seat und Cupra.
(Bild: Thomsen)

Ein konsequentes Prozessmanagement und eine starke Zentralisierung: Darauf hatte Michael Matuschek geschworen, als er vor zwei Jahren Geschäftsführer der Halstenbeker Autohausgruppe wurde. Diese betreibt zehn Filialen in Norddeutschland. Mittlerweile ist er davon wieder ein gutes Stück abgerückt: Zwar gibt es nach wie vor eine Handvoll zentrale Abteilungen. Doch generell ist das Unternehmen bestrebt, wieder mehr Verantwortung an die Betriebe zu übertragen: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in den Autohäusern viele unvorhersehbare Dinge passieren, die in keinem Handbuch stehen. Eine zu starke Prozessorientierung ist in solchen Fällen eher kontraproduktiv. Wir wollen, dass die Autohausmitarbeiter wieder mehr Eigenverantwortung tragen“, erklärt Matuschek, der das Unternehmen gemeinsam mit Hermann-Josef Poth führt.

Gleichzeitig möchten die Geschäftsführer in den Filialen den familiären Charakter bewahren – kein leichter Spagat: „Die Filialen müssen groß genug sein, um wirtschaftlich arbeiten zu können, aber gleichzeitig müssen die Serviceberater und Verkäufer ihre Kunden mit Namen kennen“, erklärt Matuschek. Im Schnitt beschäftigt die Autohausgruppe rund 20 Mitarbeiter pro Betrieb.