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Tipps für die Mehrmarkenarchitektur

Autor / Redakteur: Karl van de Loo / Norbert Rubbel

Mehrmarkenautohäuser setzen besondere Anforderungen. Die Gestaltungselemente und -materialien müssen sich flexibel einsetzen lassen, jederzeit veränderbar und vor allem bezahlbar sein.

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Separierte Marken in einem Autohaus.
Separierte Marken in einem Autohaus.
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit mehr als 20 Jahren experimentieren Architekten und Planer mit dem Aufbau von Mehrmarkenbetrieben. Jedes Fabrikat in einem Multimarkenautohaus soll einen separaten Eingang haben, dazu einen eigenen Brand-Abschnitt besitzen, der über Alleinstellungsmerkmale (Logo, Farben) deutlich wird.

Über den Sinn und Unsinn mancher Mehrmarkenarchitektur wird seit ebenso langer Zeit trefflich gestritten. Denn die Gestaltung von Mehrmarkenwelten unter einem Dach muss bezahlbar bleiben. Grundsätzlich sollte für die Präsentation einer Marke und deren Modellvielfalt eine adäquate Stellfläche vorhanden sein. Zudem müssen die Bauherren folgende Regeln berücksichtigen:

  • Die Vorgaben der Automobilhersteller und Importeure für die jeweilige Marke sind umzusetzen.
  • Die Investition für die Ausstellung einer Marke muss von der Abteilung des betreffenden Fabrikats erwirtschaftet werden.
  • Die Architektur muss auf die Abläufe in den einzelnen Betriebsbereichen abgestimmt sein.
  • Die Dachmarke ist der Name des Händlerbetriebs.
  • Die Architektur muss vor allem zu den Kunden und den Mitarbeitern der jeweiligen Marke passen.
  • Die Erscheinung und die Qualität des Gebäudes sowie die Ausstattung müssen ein ganzheitliches Bild ergeben.
  • Die Arbeitsbereiche in einem Mehrmarkenbetrieb müssen kombinierbar sein.
  • Alle markenspezifischen Abteilungen müssen mit dem Werkstattbereich korrespondieren können.
  • Die Ausstellungsflächen der einzelnen Marken müssen modular gestaltet werden und jederzeit veränderbar sein. Dies ist der Garant für eine hohe Flexibilität — die beispielsweise bei einem kurzfristigen Markenwechsel nötig ist.
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Mit den genannten Regeln lassen sich die Ausstellungsflächen in einem Mehrmarkenbetrieb jederzeit in prachtvolle Showbühnen verwandeln. Mit modernen Dekostoffen und -figuren können die Bauherren ihre Markenwelten aufwerten und Werbebotschaften an die Kunden übermitteln. Zudem kaschieren großflächige Stoffbahnen „unschöne“ Raumbereiche.

Die Gestaltung der Markenwelten in einem Autohaus erfordert allerdings das Know-how von spezialisierten Unternehmen.

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