Infektionsschutz Tod im Nebel

Autor: Jan Rosenow

Mit der steigenden Impfquote stellt sich die Frage, inwieweit die zeitraubende Desinfektion der Kontaktpunkte im Auto noch notwendig ist. Doch es gibt gute Gründe, damit fortzufahren – eventuell mit einem automatischen Kaltvernebler.

Mit einem im Fahrzeug- innenraum vernebelten Desinfektionsmittel (hier OC 100 von Akzonobel) lassen sich Viren und andere Krankheitserreger vernichten.
Mit einem im Fahrzeug- innenraum vernebelten Desinfektionsmittel (hier OC 100 von Akzonobel) lassen sich Viren und andere Krankheitserreger vernichten.
(Bild: Akzonobel)

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist die Desinfektion von Oberflächen im Fahrzeug (Lenkrad, Griffe, Armaturenbrett) als Schutz vor einer Corona-Infektion zum Alltag in allen Kfz-Werkstätten geworden. Doch der wissenschaftliche Fortschritt in der Erforschung der Ansteckungswege lässt den Nutzen dieser Maßnahme zunehmend fraglich erscheinen. Die Gefahr einer Infektion durch das Berühren eine kontaminierten Oberfläche „ist deutlich geringer als das Infektionsrisiko durch Tröpfchen oder Aerosole“, sagt auch die Arbeitsmedizinerin Dr. med. Vera Stich-Kreitner, Fachärztin vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) (siehe Interview im Kasten unten). Und nicht zuletzt sorgt die steigende Impfquote in der Bevölkerung für eine geringere Erkrankungsgefahr.

Vor diesem Hintergrund überrascht das Stimmungsbild nicht, das »kfz-betrieb« unter Mitarbeitern von Autohäusern und Werkstätten ermittelte: In einer Umfrage im sozialen Netzwerk Instagram gab fast die Hälfte der Antwortenden (46,2 Prozent) an, dass die Innenraumdesinfektion bei ihnen im Betrieb schon deutlich seltener ausgeführt wird als zu Beginn der Pandemie. Aber immerhin 29,6 Prozent desinfizieren genauso oft und wollen auch nach der Pandemie daran festhalten, um Kunden und Mitarbeiter zu schützen.

Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group