Toyota bekräftigt Hybrid-Strategie

Autor / Redakteur: Andreas Grimm/dpa / Andreas Grimm

Mit der Enthüllung des Kompaktwagens Prius C und der Studie NS4 haben die Japaner ihren Hybrid-Kurs bekräftigt, der neue Kunden bringen soll. In Deutschland geht es währenddessen wieder aufwärts.

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Toyota setzt im weltweiten Kampf um Kunden auf neue Hybrid-Modelle. Toyota-US-Chef Jim Lentz enthüllte am Dienstag in Detroit den Kompaktwagen Prius C, der im März in den USA auf den Markt kommen soll. „Jeder zweite Hybrid in den USA ist heute ein Prius. Unser Ziel war es, mit einem größeren und einem kleineren Prius mehr Kunden anzusprechen“, sagte Lentz. Der neue Kleinwagen ziele vor allem auf junge Menschen in den Städten. Toyota hat dem ursprünglichen Prius, den es mittlerweile in der dritten Generation gibt, bereits den Familienwagen Prius V und den Prius Plug-in-Hybrid an die Seite gestellt, der an der Steckdose aufgeladen werden kann.

Ebenfalls in Detroit zeigt Toyota das Plug-in-Hybrid-Konzept NS4, das die Möglichkeiten der Vernetzung von Fahrzeug und Nutzer berücksichtigt. Das Hybridsystem des Mittelklassefahrzeugs NS4 ist kleiner und leichter als bisherige Toyota-Hybride. Zudem arbeite das Aggregate effizienter und habe bessere Beschleunigungswerte, heißt es in einer Mitteilung des Importeurs. Der NS4 könne bei verringerter Ladezeit länger im rein elektrischen Modus fahren als alle bisherigen Modelle. Als Termin für die weltweite Markteinführung gibt Toyota das Jahr 2015 an.

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Toyota hatte in den vergangenen Jahren unter Rückrufaktionen und Produktionsausfällen infolge des Erdbebens in der Heimat zu leiden. 2011 setzte Toyota in den USA 1,6 Millionen Wagen ab, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Der Gesamtmarkt war um zehn Prozent gewachsen.

Dagegen lief es zuletzt für die Japaner in Deutschland wieder etwas besser. Im vergangenen Jahr hat Toyota hierzulande 5,7 Prozent mehr Autos verkauft als 2010. Einschließlich der Nobelmarke Lexus erreichte der Importeur 83.026 Neuzulassungen. Ein besseres Ergebnis hätten nach Aussage von Toshiaki Yasuda, Deutschland-Chef des japanischen Autobauers, die Folgen der Naturkatastrophe in Japan verhindert. „Für das Jahr 2012 sind wir jedoch sehr zuversichtlich.“ Das Modellangebot werde in diesem Jahr weiter ausgebaut.

VW setzt in den USA seinen neuen Jetta Hybrid gegen die Japaner. Das Auto feierte am Vortag ebenfalls in Detroit Premiere und soll Ende des Jahres auf den nordamerikanischen Markt kommen. Auch die Premiumhersteller BMW und Mercedes bauen ihre Hybridpalette sukzessive aus. So kommt bei den Bayern nach dem 7er Hybrid der 5er und 3er Hybrid.

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