Toyota-Händler Motoy geht in die Insolvenz

Autor / Redakteur: gst/jm / Gerd Steiler

Die Motoy GmbH mit Stammsitz in Göttingen hat wegen massiver finanzieller Engpässe Insolvenzantrag beim Amtsgericht Göttingen gestellt.

Die Motoy GmbH mit Stammsitz in Göttingen hat wegen massiver finanzieller Engpässe einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Göttingen gestellt. Das Gericht bestellte den Steuerberater Peter Knöpfe zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Das im Jahr 2000 als Autohaus Tschuck GmbH (Osterode) gegründete Unternehmen betreibt derzeit vier Toyota-Autohäuser in Göttingen, Goslar, Osterode und Einbeck. Die Firma beschäftigt insgesamt 70 Mitarbeiter. Seit April 2006 firmiert die Autohausgruppe als Motoy GmbH. Geschäftsführer ist Harald Lange.

Geschäfstbetrieb läuft weiter

Der Geschäftsbetrieb in den vier Toyota-Standorten gehe „mit ausdrücklicher Zustimmung des Insolvenzverwalters“ bis auf Weiteres uneingeschränkt weiter, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen laufe reibungslos, bereits bestellte Fahrzeuge würden ohne Zeitverzug ausgeliefert.

Ebenso sichergestellt ist laut Mitteilung der Bezug von Originalersatzteilen von Toyota Deutschland und das Erbringen von Garantieleistungen. Deshalb könne auch das Servicegeschäft ungehindert weiterlaufen. „Die Kundschaft kann sich auch weiterhin auf alle Leistungen von Motoy verlassen. Dafür bürgen die gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiter“, so der Insolvenzverwalter.

Gemeinsam mit Toyota Deutschland und Insolvenzverwalter Knöpfe arbeitet Motoy-Geschäftsführer Harald Lange derzeit intensiv an einem Zukunftskonzept, das den langfristigen Erhalt der vier Autohäuser und der insgesamt 70 Arbeitsplätze sichern soll. Erste Gespräche mit möglichen Investoren sind bereits angelaufen. Ziel sei es, das Unternehmen als Ganzes zu erhalten.

(ID:382094)