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Toyota-Händler zeigen Top-Leistung im „Auto-Bild“-Werkstatttest

Autor: Jan Rosenow

Die Toyota-Werkstätten schafften das beste Ergebnis seit Jahren und entdeckten 90 Prozent aller Fehler. Die Tester bekritteln nur Kleinigkeiten.

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Einer der getesteten Toyota-Händler war die Motor Company in Berlin.
Einer der getesteten Toyota-Händler war die Motor Company in Berlin.
(Bild: M.C.F.)

Normalerweise zittern viele Autohersteller und -händler vor der Veröffentlichung der Werkstatttests von „Auto-Bild“. Doch bei Toyota gibt es diesmal Grund zum Feiern. Denn die Partner der japanischen Marke haben im aktuellen Test, der in der Ausgabe vom 30. April veröffentlicht wurde, 90 Prozent aller Fehler gefunden und damit das beste Ergebnis aller Hersteller seit Jahren eingefahren. Sechs von sieben Servicepartnern erhielten am Ende die Note „gut“ oder „sehr gut“, vier von ihnen erreichten ein fehlerfreies Resultat.

Für den Test wurden weitgehend baugleiche Toyota Aygo zur routinemäßigen Wartung in die Werkstätten gebracht – und im Vorfeld in Zusammenarbeit mit Dekra mit den stets gleichen versteckten Fehlern präpariert. Darunter Klassiker wie ein zu niedriger Kühlwasserstand, ein defektes Bremslicht und ein eingerissener Wischergummi. Finden mussten die Mechatroniker aber auch den zu niedrigen Reifendruck, die kaputte Hupensicherung und den eingeklemmten Gurt an der Rücksitzbank.

Nicht nur die Werkstattarbeit, auch die Auftragsabwicklung zählt

Zu kritisieren hatten die „Auto-Bild“-Redakteure nur Kleinigkeiten: Hätten beispielsweise alle Partner eine ausreichend lange Probefahrt gemacht (mindestens drei Kilometer oder zwei, wenn der Betrieb in der Innenstadt liegt), dann hätte es für den Goldenen Schraubenschlüssel gereicht – die Auszeichnung der „Auto-Bild“ für perfekten Werkstattservice.

Weitere Kritikpunkte beziehen sich nicht auf die eigentliche Werkstattarbeit, sondern auf die Auftragsabwicklung: So bekamen die Testkunden nicht in allen Betrieben eine Auftragsbestätigung oder ein Angebot zur Ersatzmobilität. Und über die Bewertung von sogenannten „Kassenfüllern“ wie Reinigungs- und Schmiermittel sowie Verbrauchsmaterialien auf der Rechnung wird zwischen Werkstätten und Werkstatttestern wohl niemals Einigkeit herrschen.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group