Toyota: High-Tech-Sicherheit für die Kleinen

Redakteur: Christopher Kampfmann

Toyota bringt Sicherheitstechnik in die kleineren Klassen. Das autonome Bremssystem und der Spurhalteassistent sollen bis 2016 für die meisten hierzulande angebotenen Modelle erhältlich sein.

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Das Notbremssystem leitet den Bremsvorgang bereits in der Schrecksekunde des Fahrers ein.
Das Notbremssystem leitet den Bremsvorgang bereits in der Schrecksekunde des Fahrers ein.
(Grafik: Toyota)

Der japanische Automobilhersteller Toyota rüstet nun auch seine kleineren Fahrzeugmodelle mit dem Fahrerassistenzsystem Toyota Safety Sense aus, das Unfälle vermeiden oder deren Folgen abmildern soll. Bislang waren solche aktiven Sicherheitssysteme der Mittel- und Oberklasse des Herstellers vorbehalten. Ab sofort können der Aygo, der Yaris und der neue Auris (gegen einen Aufpreis von 350 bis 550 Euro) mit dem Fahrassistenzsystem geordert werden. Der neue Avensis hat das System bereits serienmäßig ab der Comfort-Ausstattung an Bord. Bis Ende 2016 sollen 85 Prozent der in Deutschland angebotenen Modelle mit Toyota Safety Sense erhältlich sein.

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Grundsätzlich verfügen damit ausgestattete Fahrzeuge über zwei aktive Assistenzsysteme: das Pre-Collision-System und den Spurhalteassistenten. Dabei überwacht eine Kombination aus Laser und Kamera im Bereich des Innenspiegels die Fahrbahn vor dem Fahrzeug. Erkennt das System eine drohende Kollision, etwa mit einem plötzlich bremsenden Fahrzeug, wird der Fahrer optisch und akustisch aufgefordert, einen Bremsvorgang einzuleiten.

Bremsvorgang bereits in Schrecksekunde

Um den kürzestmöglichen Bremsweg zu erzielen, wird parallel dazu der Bremsassistent aktiviert. Scheint ein Aufprall unvermeidlich, leitet das System bereits in der Schrecksekunde des Fahrers autonom eine Vollbremsung ein. Dabei wird das Fahrzeug bis zum Stillstand abgebremst oder die Fahrzeuggeschwindigkeit um mindestens 30 km/h reduziert. So wird der Unfall vermieden oder die Wucht des Aufpralls wird reduziert. Die autonome Notbremsfunktion ist im Geschwindigkeitsbereich zwischen 10 und 80 km/h aktiv. 80 Prozent der Auffahrunfälle sollen in diesem Geschwindigkeitsintervall passieren.

Der Spurhalteassistent erkennt die seitlichen Fahrbahnmarkierungen. Verlässt das Fahrzeug die Fahrspur, ohne dass der Blinker gesetzt wurde, warnt das System den Fahrer optisch und akustisch.

Der Yaris verfügt zudem über einen Fernlichtassistenten, der im neuen Auris und im neuen Avensis noch um eine Verkehrszeichenerkennung ergänzt wird. Aktuelle Verkehrszeichen werden dabei im Kombiinstrument farblich dargestellt, sodass der Fahrer über jeweils aktuell geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Überholverbote informiert bleibt. Der Fernlichtassistent soll die Sicherheit bei Nachtfahrten verbessern. Er erkennt Scheinwerfer und Rückleuchten anderer Fahrzeuge und schaltet automatisch zwischen Fernlicht und Abblendlicht um.

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