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Toyota: Milliarden-Gewinn trotz Corona

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Auch bei Toyota sind viele Zahlen zwischen April und Juni wegen der Corona-Pandemie eingebrochen. Dennoch kommt der japanische Automobilhersteller bislang offenbar besser durch die Krise als ein Großteil der Konkurrenz.

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Zwar brachen auch Toyotas Zahlen ein, unter dem Strich stand im zurückliegenden Quartal aber immerhin noch ein Gewinn.
Zwar brachen auch Toyotas Zahlen ein, unter dem Strich stand im zurückliegenden Quartal aber immerhin noch ein Gewinn.
(Foto: Wehner)

Auch Japans größter Autobauer Toyota bekommt die Folgen der Corona-Pandemie empfindlich zu spüren. Der Nettogewinn dürfte im laufenden Geschäftsjahr, das am 31. März 2021 endet, um 64,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 730 Milliarden Yen (5,8 Mrd Euro) abschmelzen, wie der Branchenprimus am Donnerstag bekanntgab.

Der Umsatz wird sich wohl wie im Mai prognostiziert um 19,6 Prozent auf 24 Billionen Yen verringern. Eine Prognose zum Nettogewinn hatte Toyota im Mai wegen der unklaren Auswirkungen der Pandemie nicht abgegeben.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verbuchte der Volkswagen-Rivale einen Reingewinn von noch 158,8 Milliarden Yen (1,26 Mrd Euro), satte 74,3 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sackte um 40,4 Prozent auf 4,6 Billionen Yen. Die Zahl der weltweit verkauften Fahrzeuge sank um 50 Prozent auf 1,15 Millionen.

Konkurrenz schwächelt teils deutlich heftiger

Damit kamen die Japaner allerdings immer noch deutlich besser durch die letzten drei Monate als viele andere Automobilhersteller. So hatten beispielsweise Volkswagen, Renault, Daimler oder BMW zwischen April und Juni teils heftige Verluste eingefahren.

Toyota erklärte, der globale Automarkt werde sich nach der Talfahrt in den letzten Monaten zwar schrittweise erholen und gegen Ende dieses Jahres und der ersten Hälfte des kommenden Jahres wieder dasselbe Niveau wie im Vorjahr erreichen. Doch die Auswirkungen der Pandemie seien „weitreichend, signifikant und ernst“. Es sei zu erwarten, dass sich die Schwäche bis auf weiteres fortsetze.

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