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Toyota Yaris IV: Mehr Raum für eine wertigere Ausstattung

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E-Antrieb boostet mehr als früher

Der dezent sirrende Dreizylinder ist ein feines Stückchen Maschinenbau. Der Benziner schiebt den Eintonner munter, wenngleich nicht ungestüm an und reicht für diverse Anwendungen. Mit dem leistungsverzweigten Hybridstrang (85 kW/116 PS) gibt es ein bisschen weniger Kraft bei rund einhundert Kilogramm mehr Gewicht, aber dennoch fährt der mit zwei Triebwerken ausgerüstete Japaner recht souverän.

Das mag nicht zuletzt am kräftigen Drehmoment (141 Newtonmeter) der E-Maschine liegen, die beflissen mithilft, den Kleinwagen zu beschleunigen. Grundsätzlich werkelt unter dem Blech die gleiche Technik wie bei den früheren Toyota-Hybriden: Verbrenner und E-Aggregat hängen – vereinfacht ausgedrückt – gemeinsam an einem Planetengetriebe, was geschmeidiges elektrisches Anfahren erlaubt und keinerlei Rucke bei der Übersetzungsveränderung zur Folge hat.

Zwar verrät Toyota nicht die Kapazität der inzwischen auf Lithium-Ionen-Technik umgestellten Batterie, aber Ingenieur Keisuke Morisaki von der europäischen Toyota-Zentrale erklärt, dass das lautlose Aggregat mehr booste als früher und gut sei für zwei Kilometer rein elektrische Fahrt, die in der Spitze bis zu 130 km/h schnell werden kann.

Beim Infotainment hat Toyota draufgelegt

Zum Schluss noch ein Wort zu den ästhetischen Belangen: Der Yaris ist zwar ein waschechter Südfranzose, zumindest ist sein Design in Nizza entstanden. Produziert wird der Kleinwagen im (nord-)französischen Valenciennes. Im Vergleich zu anderen asiatischen Marken bleibt Toyota aber dem japanisch angehauchten Stil treu, leistet sich etwas mehr Schwung in der Linienführung, als das bei hiesigen Gestaltern der Fall wäre.

Jedenfalls ist der neue Toyota Yaris ein Charakter-Kleinwagen, präsentiert sich klar positioniert mit seiner betont kompakten Außenhaut. Viel Technik macht die neue Generation interessant, und das bezieht sich keineswegs bloß auf die umfangreiche Fahrerassistenz. Beim Infotainment hat Toyota draufgelegt, bietet jetzt sogar ein Head-up-Display, das die Informationen gleich in die Windschutzscheibe projiziert und nicht auf ein billig wirkendes, kleines Plexiglas-Scheibchen.

Mechanische Anzeigenadeln sind Schnee von gestern, der Yaris präsentiert Drehzahl und Tempo per Display. In der Mitte des immer noch in klassischer „Tachometer“-Manier gestylten Kombiinstruments prangt ein fein integrierter Multifunktionsbildschirm, um den Achtzöller auf der Mittelkonsole zu unterstützen. Dass der Yaris auch mit umfangreichen Navigationsfunktionen sowie einer Smartphone-Integration aufwartet, bedarf keiner Diskussion.

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