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Traditionsmessen werden reihenweise abgesagt

| Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Das weltweit grassierende Corona-Virus setzt alte Gewohnheiten und liebgewonnene Traditionen in der Autobranche außer Kraft. Prominentes Opfer sind die Automessen und Autotreffen. Nach Genf hat es zahlreiche weitere Veranstaltungen getroffen.

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Bild aus besseren Zeiten: Die Tuning World Bodensee ist nur eine von vielen Messen, die 2020 nicht stattfinden wird.
Bild aus besseren Zeiten: Die Tuning World Bodensee ist nur eine von vielen Messen, die 2020 nicht stattfinden wird.
(Bild: Messe Friedrichshafen)

Die Automessen in Genf und Peking werden in diesem Jahr nicht stattfinden, doch auch kleinere, aber traditionelle Veranstaltungen sind inzwischen Opfer der Corona-Krise. Dazu zählt ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Tuning World Bodensee, die vom 30. April bis 3. Mai angesetzt war. Eigentlich hätte die Tuningshow in diesem Jahr zum 18. Mal stattfinden sollen. Die Messe gilt als großer Publikumsmagnet mit zuletzt 82.000 Besuchern und fast 200 kommerziellen sowie über 100 privaten Ausstellern. Bekannt ist die Autoshow auch für die Wahl zur Miss Tuning.

Ebenfalls eine Traditionsveranstaltung im deutschsprachigen Raum ist das GTI-Treffen am Wörthersee, das die Veranstalter nun ebenfalls abgesagt haben. Die für den Mai angesetzte 39. Ausgabe des Tuner-Festival entfalle aufgrund der Corona-Krise. Zwar gilt in Österreich zunächst nur bis Anfang April ein Veranstaltungsverbot. Die Organisatoren halten eine Verlängerung des Erlasses für möglich und verzichten daher auf die kostenintensive Vorbereitung. Die 40. Ausgabe im kommenden Jahr soll dann wieder stattfinden.

Auch die Liebhaber alter Automobile müssen ihre Terminkalender neu stricken. Die 32. Techno Classica in Essen wird nicht wie geplant vom 25. bis 29. März stattfinden können. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte zur Verhinderung der weiteren Verbreitung des Corona-Virus Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern untersagt – und vermutlich würden sowieso nur wenige Besucher kommen. Nun soll die Messe mit ihren mehr als 1.250 Ausstellern vom 24. bis 28. Juni 2020 stattfinden, direkt zum Ferienstart in Nordrhein-Westfalen.

Die Verbote und Vorsichtsmaßnahmen betreffen auch die Veterama am Hockenheimring. Obwohl die Veranstaltung unter freiem Himmel stattfindet, fällt die Veranstaltung unter das behördliche Veranstaltungsverbot. Zu einem möglichen Nachholtermin in diesem Jahr teilte der Veranstalter noch nichts mit.

Im internationalen Rahmen wird zudem die New York Auto Show in den Spätsommer verschoben. Die eigentlich auf April terminierte Messe ist nun laut den Organisatoren vom 28. August bis 6. September angesetzt. Die traditionell um Ostern herum öffnende Messe mit knapp einer Million Besuchern ist vor allem als Neuheiten-Show für den US-Markt von Bedeutung, in den vergangenen Jahren präsentierten aber auch deutsche Hersteller dort wichtige Modelle.

Zuvor war bereits der Genfer Autosalon für dieses Jahr ersatzlos gestrichen worden. Die eigentlich für Ende April angesetzte Peking Motor Show wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch der Mobile World Congress in Barcelona, an dem viele Autohersteller teilnehmen, war bereits Ende Februar gestrichen worden.

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