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Tradus: „Für große Börsen sind Nutzfahrzeuge Nebensache“

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Martin Achter / Martin Achter

Auch unter den Spezial-Fahrzeugbörsen beleben neue Wettbewerber den Markt. Nadja Sörgel von der Plattform Tradus spricht im Interview darüber, wo der Marktplatz aus ihrer Sicht im Vergleich zu den Platzhirschen die Nase vorn hat.

(Bild: Tradus)

Nadja Sörgel: Tradus als Unternehmen ist seit zwei Jahren am Markt. Wir sind ein Corporate Start-up, also aus einem bestehenden Unternehmen heraus gegründet, und gehören zur niederländischen OLX-Gruppe, einem der größten Betreiber von Onlinemarktplätzen weltweit. Deren Fokus liegt auf Wachstumsmärkten. Die Gruppe ist im Feld der Automobilhandelsplattformen bereits aktiv. Der größte Fahrzeugmarktplatz in Polen beispielsweise gehört zu OLX. Die Gruppe sucht aber auch nach neuen Möglichkeiten, dem Markt Impulse zu geben – auch mit Nischenplattformen. Ein Beispiel hierfür ist Tradus als Nutzfahrzeugbörse.

Hier sind aber schon andere Anbieter aktiv. Sich am Markt zu etablieren, ist da eine echte Herausforderung.

Wir heben uns von etablierten Plattformen dadurch ab, dass wir Mehrwerte für Nutzer durch Big Data und Algorithmen schaffen. Als einzige Plattform im Nutzfahrzeughandel bieten wir Kaufinteressenten und Händlern beispielsweise einen Preisindex bzw. eine Preisbewertung an. Nutzer können bei uns auch Fahrzeuggutachten einstellen und herunterladen, sofern vorhanden. Unser Ziel ist es, Kaufinteressenten viele Informationen hinsichtlich eines angebotenen Fahrzeugs zu vermitteln. Dies ist die Grundlage, um gut informiert ins Verkaufsgespräch zu gehen und mit dem Händler die Transaktion zügig abzuschließen. Insbesondere wenn der Standort des Käufers von dem des Verkäufers weit entfernt liegt, sind detaillierte Informationen zum Fahrzeug wichtig. Für Verkäufer ist Tradus interessant, weil sie über uns Käufer aus 45 Märkten erreichen können, darunter attraktive Absatzmärkte wie Polen oder Rumänien.