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Transparente Preise an Ladesäulen bleiben vorerst ein frommer Wunsch

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Noch immer haben E-Autofahrer längst nicht an jeder Ladesäule volle Kostenkontrolle. Bis alle Anlagen die Vorgaben des Eichrechts erfüllen, werden noch Monate vergehen.

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Längst nicht alle Schnellladesäulen sind eichrechtskonform.
Längst nicht alle Schnellladesäulen sind eichrechtskonform.
(Bild: Ionity)

Die Umstellung auf eichrechtskonforme Ladesäulen ist in Deutschland noch immer nicht abgeschlossen. Kilowattstundengenaues Stromtanken ist daher vielerorts nicht möglich, wie eine Umfrage des Informationsdienstleisters Energate unter Betreibern ergeben hat. Demnach dauert es bei vielen Anbieter noch bis Ende des Jahres oder sogar bis zum Frühjahr 2021, bis die Infrastruktur, die nach mehreren Verschiebungen eigentlich seit April 2019 geltenden rechtlichen Vorgaben erfüllt.

Betroffen sind vor allem DC-Schnellladesäulen, die langsameren AC-Säulen sind vielerorts schon auf neuem Stand. Als Gründe für die Verzögerung geben die Betreiber fehlende Messtechnik, den aufwendigen Umbau und langwierige Zertifizierungsverfahren an.

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Die Umstellung auf eichrechtskonforme Ladetechnik soll die Kostentransparenz für Autofahrer erhöhen. Entsprechende Säulen geben nicht nur die genau getankte Energiemenge für den Kunden zeitnah und nachvollziehbar an, sondern sie speichern die Daten auch für eine spätere Überprüfung.

Ohne das transparente Messverfahren darf Fahrstrom nur noch in Ausnahmefällen (vor allem bei Schnellladesäulen) kilowattstundenweise abgerechnet werden. Viele Ladesäulenbetreiber behelfen sich damit, stattdessen eine Pauschale zu verlangen oder den Strom direkt zu verschenken. Teilweise wird auch nach Zeit abgerechnet.

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