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Transport-Mix prägt künftig Mobilität

| Redakteur: Christoph Baeuchle

In Zukunft verzichten mehr Menschen auf das eigene Auto und nutzen stattdessen verschiedene Transportmittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Oliver-Wyman-Studie.

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In Zukunft setzen die Menschen auf einen Mix verschiedener Transportmittel. Fahrräder könnten dabei auch eine Rolle spielen. (Archiv)
In Zukunft setzen die Menschen auf einen Mix verschiedener Transportmittel. Fahrräder könnten dabei auch eine Rolle spielen. (Archiv)

Die Mobilität steht vor einem drastischen Wandel: Weltweit sind immer mehr Menschen bereit, auf den Besitz eines Autos zu verzichten. Vor allem in Metropolregionen setzen die Menschen stattdessen auf einen Mix aus verschiedenen Transportmitteln.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „The Future of Mobility“, für die Oliver Wyman in Zusammenarbeit mit der ESB Business School knapp 3.000 Personen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Shanghai und Singapur befragt hat. Dabei haben die Berater diverse Szenarien mit den Teilnehmern durchgespielt. Auch das Mobilitätskonzept Car2go hatte jüngst von ähnlichen Erfahrungen berichtet, wonach der Mobilitätsmix immer mehr an Bedeutung gewinnt.

„Die junge, urbane Smartphone-Generation ist offener für neue Mobilitätskonzepte und wird den Wandel der Industrie treiben“, sagt Matthias Bentenrieder, Partner bei Oliver Wyman. Tendenziell geringer ist die Bereitschaft zum Wechsel bei Topverdienern und Personen mit Statusorientierung. Auch Frauen und Familien orientieren sich etwas mehr an traditionellen Mobilitätsmustern.

Neben der deutlich zunehmenden Präferenz für flexible Nutzungsformen wie Carsharing nimmt auch die Bedeutung von Elektrofahrzeugen zu. Entscheidend für die künftige Nutzung diverser Transportmöglichkeiten sind die Kosten und die Praktikabiliät. Vor allem aufgrund der hohen Unterhalts- und Anschaffungskosten sind die Befragten bereit, auf das eigene Auto zu verzichten.

Organisiert wird das Zusammenspiel verschiedener Transportmittel auf individueller Ebene über moderne I&K-Technik mit dem Smartphone als Schaltzentrale. „Ein Erfolg versprechendes Konzept muss insbesondere eine leichte Nutzung für unterschiedliche Anwendergruppen sicherstellen und sich intelligent mit anderen Verkehrsarten kombinieren lassen“, ergänzt Daniel Kronenwett, Berater bei Oliver Wyman.

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