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Transporter-Rückrufe bei fünf Herstellern

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Mehrere leichte Nutzfahrzeugmodelle der Hersteller Renault, Nissan, Peugeot, Citroën und Fiat müssen in die Vertragswerkstätten. Die Baureihen Trafic, NV300 und Talento leiden unter möglichem Kraftstoffverlust. Bei Expert, Jumpy und Scudo können sich Fahrwerksteile lösen.

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(Bild: Citroën)

Rückrufe im Segment der leichten Nutzfahrzeuge gehen häufig gleich mehrere Fabrikate an. In den vorliegenden Fällen sind das Renault, Nissan, Peugeot, Citroën und Fiat. Transporter aus dem Hause Fiat Chrysler sind gleich von zwei Problemen betroffen. Sie lauten möglicher Kraftstoffverlust beim Talento und sich lösende Fahrwerksteile beim Scudo. Der erste Rückruf betrifft auch Renault und Nissan mit den Modellen Trafic und NV300, der andere Citroën und Peugeot mit dem Jumpy und dem Expert.

Ursächlich für den Kraftstoffverlust ist laut Renault Deutschland AG eine zu geringe Wandstärke des Tanks im Bereich des Füllstutzens. Sie kann bei im März dieses Jahres gebauten Fahrzeugen auftreten. Die Kontrolle des Tanks dauert in der Renault-Vertragswerkstatt 0,4 Stunden. Sollte ein Tausch nötig sein, steht der Transporter etwas über drei Stunden in der Werkstatt.

Bei den Franzosen geht es weltweit um 2.282 (Deutschland: 356), bei Fiat Professional um 549 (Deutschland: 48) und bei Nissan um 90 (Deutschland: 13) Exemplare. Die Aktionscodes lauten „0D3Z“, „6234“ und „PN9B9“.

Ballasthaltebügel könnte brechen

Beim Scudo, Jumpy und Expert könnte der am hinteren Unterboden befestigte Ballasthaltebügel brechen. Hierdurch könnte sich die Ausgleichsmasse der Luftfederung lösen, auf die Fahrbahn gelangen und somit Personen oder Gegenstände gefährden, wie ein Sprecher der FCA Germany AG sagte. „Um dies zu verhindern, werden zusätzliche Bügel an der Ausgleichsmasse der Luftfederung am Fahrzeugunterboden angebracht“, kündigte er an. Die Fiat-Vertragswerkstatt benötigt hierfür zwischen 1,4 und 2,5 Stunden.

Von den 4.774 weltweit betroffenen Transportern aus dem Produktionszeitraum 26. Februar 2014 bis 13. Juli 2016 haben die Italiener in Deutschland knapp 300 in Verkehr gebracht. Deutlich umfangreicher ist der Rückruf bei den französischen Geschwistern.

Vom Citroën Jumpy und Peugeot Expert müssen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund um den Globus jeweils um die 15.000 Einheiten in die Vertragswerkstatt, davon 918 bzw. 489 in deutsche. Die betroffenen Fahrzeuge verließen zwischen dem 25. Februar 2014 und dem 29. Juni 2016 das Werk. Die Aktionscodes lauten „GQY“ bei Citroën, „JJB“ bei Peugeot und „6231“ bei Fiat.

(ID:46270059)

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 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist