Luxussegment Traumauto statt Malediven

Autor: Julia Mauritz

Der Handel mit Luxusfahrzeugen funktioniert nach ganz eigenen Regeln – das hat sich in der Coronakrise einmal mehr bestätigt. Die Bergkamener Kamps-Gruppe, die zu den führenden Luxushändlern in Deutschland zählt, zieht Bilanz.

In Hannover vertreibt die Kamps-Gruppe unter anderem die Marke Bentley. Die Produktion des Mulsanne, des Flaggschiffs der Marke, ist 2020 ausgelaufen.
In Hannover vertreibt die Kamps-Gruppe unter anderem die Marke Bentley. Die Produktion des Mulsanne, des Flaggschiffs der Marke, ist 2020 ausgelaufen.
(Bild: Kamps)

Die deutsche Börse hatte auf den Beginn der Coronakrise im vergangenen Jahr deutlich früher reagiert als die Bundesregierung: Bereits in der zweiten Februarwoche 2020 stürzte der Leitindex DAX in Folge der beunruhigenden Nachrichten aus China dramatisch ab: „Schon ab diesem Zeitpunkt und damit einige Wochen vor dem Beginn des ersten Lockdowns kam das Vertriebsgeschäft bei uns komplett zum Erliegen“, erinnert sich Thilo Kamps, Geschäftsführer der Bergkamener Kamps-Gruppe. Mit Bentley, Bugatti, Maserati, McLaren, Porsche und Rolls-Royce vertreibt das Familienunternehmen mit seinen rund 250 Mitarbeitern den gesamten preislichen Querschnitt im Luxussegment: von knapp 60.000 bis 5.000.000 Euro. „Wir verkaufen keine Mobilität, sondern Emotionen“, bemerkt Thilo Kamps. Genau diese Tatsache erwies sich zu Beginn der Corona-Pandemie als großer Hemmschuh. Denn für Emotionen war zu diesem Zeitpunkt schlichtweg kein Platz. Die Kunden schalteten in den Notmodus um.

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