Treibende Kraft bei Filternachrüstung

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Innung Region Stuttgart blickt zufrieden auf 2011 zurück und sieht positive Aspekte im nächsten Jahr.

Torsten Treiber, stellvertretender Obermeister Innung Region Stuttgart
Torsten Treiber, stellvertretender Obermeister Innung Region Stuttgart
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Innung Region Stuttgart blickt eher vorsichtig optimistisch in 2012: „Normalerweise wäre mit einem leichten Rückgang bei den Neuzulassungen und einem Zuwachs bei den Gebrauchtwagen zu rechnen“, sagte Torsten Treiber vor rund 500 Gästen beim 23. Herbstforum der Innung in Sindelfingen. Der stellvertretende Obermeister schob ein großes „Wenn“ mit Blick auf die Situation in Europa hinterher: Es darf keine weiteren Verschuldungsturbulenzen geben.

Zur frohen Botschaft, dass 2011 im Schnitt zwei Prozent Umsatzrendite zu erwarten sind, kam aber auch Selbstkritik: Selbst in einer Zeit, in der es Lieferzeiten gab und gibt, gibt es in manchen Autohäusern noch Rabatte, die das wirtschaftliche Ergebnis gefährden. Treiber „Es liegt an uns, die viel zu hohen Rabatte abzustellen.“

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Allerdings ist das Kfz-Gewerbe in der Region mit seinen rund 1.000 Betrieben und 12.000 Beschäftigten nicht nur von den eigenen Marketingfähigkeiten abhängig, die Branche reagiert auch sensibel auf politische Entscheidungen.

Zum Beispiel bei der Förderung der Filternachrüstung, die Berlin ab Anfang 2012 gewährt: Treiber begrüßt dies mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“: Das Weinende, weil die Politik in Berlin trotz aller Hinweise auf die besondere Stuttgarter Situation mit dem Fahrverbot für Gelb ab dem 1. Januar 2012 keine rückwirkende Förderung zulässt. Mit dem Ergebnis, dass jetzt die bestraft werden, die sich früh um eine Nachrüstung gekümmert haben oder die pünktlich nachrüsten.

Bei der Politik ist vor allem eines wichtig: „Ein höheres Maß an Kontinuität und Beständigkeit“ in den wirtschaftliche Rahmenbedingungen wäre wünschenswert, betonte Harry Brambach, Präsident des Landesverbandes Baden-Württemberg. Auch deshalb, weil der Automarkt in der Region zu zwei Dritteln von den Firmen und deren wirtschaftlicher Lage abhängt.

Gut angekommen ist die Aktion „Verkehrssichere Kinder“, bei der die Innung Kindergärten für gute Verkehrsicherheitsarbeit belohnt. 16 Kindergärten mit rund 800 Kindern in der Region haben das mit der Auszeichnung verbundene Verkehrssicherheitspaket, mit dem sich im Kindergarten ein kleiner Verkehrübungsplatz aufbauen lässt, inzwischen schon bekommen, so Innungspressesprecher Bernhard Schäufele.

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